Erwählte des Zwielichts 92

Ein Leuchten huschte über Flammensterns Gesicht und spiegelte sich in Nebelstreifs und Wegsuchers Augen wider. „Ihr seid willkommen. Von Herzen. Wenn ihr es wollt, dann gehen wir noch in dieser Nacht zu den Steinen.“

„Ja“, sagte Malika, „ja, das will ich. Ich will gar keine Möglichkeit mehr haben, es mir anders zu überlegen. Ich will ablegen was war, ich will eure Götter und ich will dieses Sternenfeuer. Auch wenn wir zu euch stoßen, sind wir immer noch wenig, um es mit der Finsteren aufzunehmen.“

„Aber wir wissen, wofür wir kämpfen“, sagte Flammenstern. „Wir wissen, was wir zu verlieren haben. Glaubt mir, nach den wenigen Wochen, die wir hier Frieden hatten und einfach nur die sein konnten, die wir vor dem Krieg waren, will ich das nie wieder missen. Wenn ich kämpfen muss, dann kämpfe ich – damit Feuerlanzes Kind und all die Kinder, die folgen werden, in Frieden aufwachsen und statt Soldaten Musiker, Dichter, Künstler werden können.“

„Das wäre wunderbar.“ Malika lehnte den Kopf an Liandras‘ Schulter und sah zu Feuerlanze hinüber. Sie scherzte mit ihrem Gefährten, der voller Liebe ihren gerundeten Leib berührte. Ein Kind … mit Liandras? Sie lächelte. Sie hatte nie Mutter sein wollen. Sie war Kriegerin, Kundschafterin, Soldatin. Warum regte sich jetzt der Wunsch nach einer eigenen Familie in ihr? Malika kippte ihren Tee hinunter und wünschte sich, es wäre Schnaps. Närrische Gedanken. Frieden ist nicht gut für mich. Ich will Sternenfeuer, damit ich Khadiss dahin zurückschießen kann, woher sie gekommen ist … ein für alle Mal! Weiterlesen →

Erwählte des Zwielichts 91

„Mal …“ Liandras drehte sich zu ihr, jetzt sahen sie einander an, und Malika konnte Liandras‘ Atem auf ihrem Gesicht fühlen. Er zog die Hand unter der Decke hervor und berührte ihr Gesicht, streichelte ihre Wange, dann streifte seine Daumenkuppe unendlich zart ihre Lippen. Sie erschauerte wohlig. Ohne darüber nachzudenken, küsste sie seinen Finger, ließ ihre Zunge vorschnellen und leckte leicht darüber. Liandras lachte leise. Sein Lachen klang rau. „Mal“, raunte er noch einmal, und dann war er plötzlich noch näher. Malika schloss die Augen, als er sie küsste. Endlich.
Sie wusste nicht, wann es begonnen hatte, dass aus der engen Kameradschaft unter Soldaten Freundschaft geworden war. Und erst recht nicht, wann sich diese Freundschaft in Liebe gewandelt hatte. Hatte sie sich nicht immer um ihn gesorgt, wenn er vor ihr im Feld stand, wenn er Hiebe einsteckte, die eigentlich ihr galten? Seit wann passte er auf sie auf? Und seit wann beschütze ich ihn?
Liandras wühlte seine Hände in Malikas Haar, biss in ihre Unterlippe, drängte mit der Zunge in ihren Mund, und sie ließ es geschehen. Ließ ihn ein. Schmeckte ihn auf ihrer Zunge, ein wildes Aroma, würzig und schwer wie Moschus. Sie schlang die Arme um ihn, strampelte ihre Decke fort und schmiegte sich an ihn, kroch unter seine Decke. Liandras unterbrach den Kuss und schnappte keuchend nach Luft. Malika sah ihn an. „War das ein ja?“, fragte sie atemlos.
„Ich liebe dich“, wisperte Liandras.
Dann küsste er sie wieder. Weiterlesen →

Erwählte des Zwielichts 90

II

Malika fühlte die Lieder der Nithyara in sich dringen, und etwas tief in ihr vibrierte im stampfenden Rhythmus des Schlachtgesangs. Er berührte sie, auch wenn sie kein Wort verstand. Iendra schien es ebenso zu gehen. Die Heilerin sprang auf und reihte sich in den Tanz um das Feuer ein, den Flammenstern und Nebelstreif anführten, sie wirbelte im Schein der Flammen um das Feuer und stieß einen aufpeitschenden Trillerruf aus, den Nebelstreif mit einem Lachen aufnahm. Malika fühlte Liandras‘ Arm um ihre Taille, fühlte sich hochgezogen, und nur einen Atemzug später tanzte auch sie. Das Lied, der Tanz, die Sternenfeuerfunken und der laue Nachtwind schien alles von ihr zu nehmen, was sie auf dem Ritt zum Hain der Nithyara beschwert hatte. Im Schlachtgesang zerfielen ihre Sorgen zu Staub, tanzende Füße zertraten ihre Ängste, bis nichts mehr von ihnen übrig war.

Als der Morgen kam, ließen die Nityhara das Lied verklingen. Sie ließen sich am Feuer nieder, Schweiß glänzte auf ihrer Haut, ihre Haare hatten sich aus Zöpfen und Aufsteckfrisuren gelöst, noch immer schimmerte das Feuer in ihren Zeichen und ließen sie wild und ungezähmt aussehen, eins mit dem Land und dem Hain. Malika ließ sich keuchend zu Boden fallen und zog Liandras mit sich. Flammenstern blieb als einziger stehen. Sein Blick glühte vor Stolz. „Wir werden kämpfen und wir werden sein wie dieses Lied und dieser Tanz. Geht jetzt, ruht euch aus. Malika, Iendra, Liandras, ihr bleibt, so lange ihr wollt. Ihr könnt dort oben auf der Plattform im Baum schlafen, dort seid ihr sicher. Und wenn ihr für immer bleiben wollt, dann seid ihr willkommen.“

„Das seid ihr.“ Nebelstreif umarmte Malika. „Von Herzen. Ist es nicht so?“ Weiterlesen →

Leann Porter: Die Fährte der Wandler

„Die Fährte der Wandler“ ist der neueste Danu-Roman aus der Feder von Leann Porter, erschienen im Deadsoft-Verlag. Wieder entführt Leann ihre Leser in die phantastische Welt der Sidhe von Danu. Dieses Mal lernen wir die D’elen näher kennen, ihre faszinierende Stadt Elenia und die weltberühmten Heiler, die gerade mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben: denn der Magode von Sanka hat sie nicht nur aus ihrer Stadt verbannt, nein, plötzlich verschwinden Heiler, werden getötet oder durch Tore geschleust, die längst schon ihre Macht verloren haben sollten.

Und auch die Wandler haben in Sanka keinen leichten Stand. Als Gebannte leben sie in den Wäldern oder arbeiten als Wächter für die sagenhafte Stadt Elenia.
Klappentext: Als Goran mit seinem Wolfsgefährten Arion die Goldene Stadt Sanka besucht, hat er nichts weiter im Sinn, als sich von einer unangenehmen Pflicht zu befreien. Aber das Schicksal hat andere Pläne für ihn: Er läuft dem jungen Taschendieb Juri über den Weg. Verwaist, seitdem seine Eltern von Wolfswandlern getötet wurden, ist Juri auf sich alleingestellt. Außerdem macht ihm eine geheimnisvolle Krankheit zu schaffen, für die niemand eine Kur oder auch nur eine Erklärung zu kennen scheint. Daher ist ihm jedes Mittel recht, um Goran zu überzeugen, ihn in das ferne Tal der D’Elen-Heiler zu bringen. An Gorans und Arions Seite bricht er auf, um sich der Wahrheit über sein Anfallsleiden zu stellen. Sie verlangt ihm alles ab – und öffnet gleichzeitig neue Wege, nicht zuletzt die der Liebe.
Doch seine neuen Gefährten sind in weit größere Vorkommnisse verstrickt, als er oder sie selbst ahnen. Es geht um nicht weniger als die Zukunft der Sidhe.

Mit ihrer ganz eigenen, humorvollen Stimme erzählt Leann Porter die Geschichte von Juri, die so viel mehr ist als nur die Geschichte eines Waisen, der zum einen nach einem Heilmittel gegen seine seltsame Anfallskrankheit sucht und zum anderen nicht mehr will, als Licht in das Dunkel seiner Herkunft zu bringen. Dabei helfen ihm Goran, der legendäre Wolfsmann, und Arion, der so viel mehr ist als ein einfacher Wolf. Juri findet neue Freunde und Verbündete, er findet Liebe – aber auch einen ganzen Sack voller neuer Feinde. In einem Netz aus Intrigen und unangenehmen Wahrheiten muss Juri sich seiner Vergangenheit stellen.

„Die Fährte der Wandler“ ist ein spannender, humorvoller Roman voller wunderbarer Details, interessanter und charaktervoll gezeichneter Figuren und so wunderbar beschriebenen Bildern, dass man beim Lesen ständig herrliches Kopfino erlebt und bald schon das Gefühl hat, Goran, Juri, Arion und all die anderen auf einer Leinwand zu sehen, statt „nur“ ein Buch zu lesen.

Ein wirklich empfehlenswertes Leseabenteuer für Freunde spannender Geschichten, Gestaltwandlern und eine Prise knisternder Homoerotik.

 

Erwählte des Zwielichts 89

Für einen Moment war es still, dann sprachen plötzlich alle auf einmal. Flammenstern ließ Nithyara und Dunkelelfen eine Weile gewähren, er wusste, dass Feuer in ihnen tobte und sie ihrem Zorn Luft machen mussten. Nach einer Weile erhob er sich und breitete die Arme aus. „Ruhe, Freunde. Wir gewinnen nichts, wenn wir uns in einen Haufen aufgescheuchter Vögel verwandeln. Wir haben gehört, was Malika, Iendra und Liandras berichtet haben, und wir sollten darüber nachdenken, was wir nun tun. Denn …“ Er unterdrückte ein frustriertes Aufseufzen. Das letzte, was er wollte, war, wieder in diesen verfluchten Krieg einzugreifen, aber er hatte keine andere Wahl. Und seine Nithyara auch nicht. Er atmete tief durch, dann sprach er es aus. „Wir sind die neuen Erwählten des Zwielichts. Wir sind die Dämmerung zwischen Finsternis und Licht. Ich wollte nicht noch einmal meinen Fuß auf eines der Schlachtfelder setzen, aber ich fürchte, wir müssen es tun, wenn Tayara und ihre Verbündeten wirklich Khadiss anruft.“ Weiterlesen →

Erwählte des Zwielichts 88

Wieder flackerte das Wachfeuer auf, als Iendra den Namen aussprach, Funken stoben, und wieder frischte der Wind auf. Flammenstern bebte. Ein kalter Schauer rann über seinen Rücken, als hätte ein Spuk in seinen Nacken geatmet. Sein Haar sträubte sich, und er fühlte den Drang, das Sternenfeuer zu rufen, um sich zu schützen. Um sich herum sah er Sternenfeuer aufflackern, als seine Nithyara wie einem inneren Instinkt folgend ihre Flammen riefen. Auch Flammenstern formte seine Hände zu einer Schale und ließ das Sternenfeuer tanzen. Seine Wärme vertrieb den unangenehmen Eishauch des mächtigen dunklen Namens.
„Sternenfeuer“, murmelte Malika. „Ich habe das Gefühl, der Name der Finsteren wird hier nicht gern gehört.“
„Er ist kalt. Die, von der ihr sprecht, ist ein alter Feind.“ Flammenstern ließ das Sternenfeuer höher lodern. „Das Sternenfeuer schützt uns – auch davor, dass die Dunkle uns vielleicht hört. Die Sternenherrin und der Nachtschatten sollen nie wieder zu Beinahe-Vergessenen werden. Malika, was geschah, nachdem Javaron starb und ihr diese Legenden gefunden hattet?“
„Wir wurden verraten“, knurrte Liandras. „Malika und Iendra wurden verraten.“
„Eins nach dem anderen.“ Malika drückte Liandras‘ Hand. „Tayara befahl dem Heer, nach Telava zu ziehen, wir sollten uns dort sammeln und ausruhen. In der Stadt nahmen wir Quartier und kundschafteten alles aus. Schon in der ersten Nacht wurde einer unserer Kundschafter getötet, seine Partnerin schwer verletzt. Ich habe noch nie solche Wunden gesehen, es war furchtbar.“ Malika schüttelte sich, als wollte sie die Erinnerung von sich schleudern. Weiterlesen →

Alana Falk: Sternensturm – Das Herz der Quelle

Unsere Welt – und auch wieder nicht. Denn Alana Falk entführt ihre Leser mit „Sternensturm – Das Herz der Quelle“ in eine alternative Welt, in der Magie existiert  und eine Gesellschaft von Magiern im Geheimen operiert und ihre ganz eigenen Ziele verfolgt.

Klappentext: Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es bleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten.

Mehr als den Klappentext möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, denn jedes Wort mehr würde zu viel vorwegnehmen und zu viel verraten, was jeder Leser selbst herausfinden sollte. Für mich war „Sternensturm“ ein Buch, mit dem ich erst warm werden musste und das ich nach der letzten Seite mit großem Bedauern wieder ins Regal stellte, weil es dann doch viel zu schnell zu Ende war.
In der ersten Hälfte transportiert Alana Falk auf subtile Weise die Idee ihrer magischen Welt, zeigt die Gesellschaft der Magier und wie sie arbeitet. Wir folgen Liliana durch die Hürden und Tücken ihrer Ausbildung, erfahren, was es mit den Menschen auf sich hat, die Magiern als Quellen dienen, lernen, dass Magier nur mithilfe ihrer Quellen zaubern können und erkennen die Gefahren, die die Verbindung zwischen Magier und Quelle birgt. In der zweiten Hälfte nimmt dann auch die Handlung Fahrt auf, als Liliana ihre Quelle zugewiesen bekommt – und feststellt, dass sie sich schwertut, sich mit Chris zusammenzuraufen. Doch nach und nach wächst das Vertrauen zwischen beiden, und Liliana erkennt, wie perfekt Chris zu ihr passt, auch wenn er es nicht lassen kann, Lilianas ehemaligem Lehrmeister übelste Intrigen zu unterstellen. Und gegen Ende explodiert die Handlung wie der drohende Vulkanausbruch, vor dem die Magier die Stadt Auckland retten sollen – und plötzlich konnte ich nicht mehr aufhören, zu lesen.

Alana Falk zeichnet eine spannende, interessante, gefahrenvolle Welt und schickt ihre Leser auf eine Reise mit Figuren, die sich im Lauf der Geschichte wunderbar entwickeln. Sie schreibt so, dass man mit Liliana und Chris fiebert und leidet und ihre Gefühle beinahe wie die eigenen spürt. Ein ganz und gar wunderbares Buch, nicht nur wegen der Geschichte, die es erzählt, sondern, weil es wirklich ein ganz und gar wunderschön gemachtes Buch ist. Hardcover mit leicht erhabenem Titel in Hochglanz, Glitzersterne, Lesebändchen – da schlägt das bibliophile Herz höher. Und für einen so wunderbar gestalteten Band greife ich auch gern etwas tiefer in die Tasche.

Fazit: Rundum empfehlenswert. Und sollte es jemandem gehen wie mir, dass er denkt, er würde mit der Geschichte nicht warm: Weiterlesen. Einfach nur weiterlesen! Denn irgendwann packt diese magische Story jeden.

Ich freue mich schon darauf, zu erfahren, wie es mit dem magischen Neuseeland von „Sternensturm“, den Magier und vor allem mit Liliana weitergeht.

Erwählte des Zwielichts 87

„Eine Vision.“ Schattensangs Stimme klang ruhig. Er legte Sternauge einen Arm um die Schulter und hielt sie, während alle schweigend abwarteten. Nach einer Weile holte Sternauge tief und zitternd Atem. „Götter, Malika … ich habe … ich habe es gesehen … unter der Stadt, in den unterirdischen Gängen … dort, wo einst Menschen viel zu tief in den Boden gruben und etwas aufweckten, was man besser hätte schlafen lassen … sie ist zurückgekehrt! Flammenstern, sie ist zurückgekehrt! Der Nachtschatten wütet, und ich kann fühlen, dass die Sternenherrin Tränen vergießt!“ Sie schluchzte auf und drückte das Gesicht an Schattensangs Schulter.

„Theanna“, murmelte er sanft, „von wem sprichst du? Wer ist zurückgekehrt?“

Es war Malika, die antwortete. „Khadiss“, sagte sie. Flammenstern schauderte, als er den Namen hörte. Der zischende Klang bohrte sich in seine Ohren. War es Zufall, dass der Wind auffrischte und das Wachfeuer Funken in den dunklen Himmel spie? War es plötzlich kälter geworden? Lag da ein roter Schatten auf der Mondsichel, der zuvor noch nicht dagewesen war? Flammenstern atmete langsam aus. „Setzen wir uns“, sagte er und ließ sich am Feuer nieder, „essen und trinken wir und lassen Malika berichten. Wer ist sie, und woher wisst ihr von ihr?“ Etwas in ihm sperrte sich dagegen, den Namen auszusprechen. Sie musste mächtig sein, und wer mächtige Wesen bei ihrem Namen rief, der machte sie nur noch mächtiger. Jeder Nithyara wusste das. Flammenstern fühlte das Wissen tief in sich. Fühlte eine Erinnerung, wie ein leises Klingen in der Ferne, ein Echo aus einer anderen, lange vergangenen Zeit, als sei es die Erinnerung eines Anderen – oder die aus einem anderen Leben. Weiterlesen →

Erwählte des Zwielichts 86

„Malika, Liandras, Iendra!“ Er breitete die Arme aus. „Thalan’zhe hai’re, Theann …“ Er stutzte, lachte leise, als er merkte, dass er seine alten Gefährten in seiner neuen Sprache gerufen hatte. Malika blickte ihn fragend an. „Was?“
„Entschuldigt”, wechselte Flammenstern in die Sprache der Dunkelelfen. “Was bei allen Göttern macht ihr hier, wie habt ihr uns gefunden? Und wie kommt ihr zu diesen Tieren? Ich fühle die Macht der Sternengekrönten in ihnen.“
„Das ist eine lange Geschichte, Iloyon“, sagte Malika, biss sich auf die Unterlippe und korrigierte. „Verzeih … Flammenstern?“
„Ja.“
Malika atmete tief durch. „Eine lange Geschichte, mein alter Freund – ich hoffe, dass ich dich trotz allem immer noch so nennen darf. Es ist viel passiert beim Heer. Diese Wesen sind Nachtschleicher. Sie nennen sich selbst so. Sie haben zu uns gesprochen. Von Telava haben sie uns bis hierher getragen und uns geholfen, diesen Ort wiederzufinden. Flammenstern, in Telava geschehen Dinge, die uns nicht gefallen. Ich habe alte Schriften, die du sehen musst. Die ihr alle sehen solltet. Es ist wichtig. Für uns – und auch für euch und eure Sicherheit. Die Bücher gehörten Javaron, du erinnerst dich sicher an ihn.“ Weiterlesen →

Monatsrückblick: Januar

Geschafft. Der erste gute Vorsatz fürs neue Jahr wurde erfüllt: Mehr bloggen. Es gab neue Zwielichteinträge, zwei neue Rezensionen und zwei Interviews. Auch Herr Kater hat sich wieder einmal zu Wort gemeldet.

 

 

Schreiben: Yenyaab – Verbotenes Kraut wächst stillvergnügt vor sich hin. Noch ist es nicht im Ansatz fertig, aber der Knoten im Kopf wurde entwirrt und so langsam klärt sich der Nebel, der den Weg zum Ende bisher hartnäckig verschleiert hat. Dennoch fürchte ich dieses Buch wird mein erster „über 400-Normseiten-Wälzer“. Es ist so, wie es ist, wenn die Geschichte Platz braucht, dann soll sie sie haben.

Ebenfalls weiter ging es mit mit den Erwählten des Zwielichts, die ihr hier im Blog unter „Onlineroman“ weiter verfolgen könnt. Kommenden Sonntag gibt es mal wieder ein Zwielicht-Special für die, die nicht so gern längere Geschichten in homöopathischen Dosen zu sich nehmen – schaut einfach wieder rein.

Auch bei den Nityhara tut sich was. Die Arbeit an einer Kurzgeschichtensammlung hat begonnen. Geplant sind insgesamt fünf spannende, erotische, tragische und humorvolle Geschichten (oder besser Novellen … ich kenn mich, auch wenn die Dinger Kurzgeschichten heißen, werden sie sicherlich alles andere als kurz) aus der Welt der Nityhara, Nachtelfen und Schattendämonen.