Kater der Woche: Schön haben wir’s!

IMG_1227_(800_x_600)IMG_1233_(800_x_600)IMG_1235_(800_x_600) Guten Tag zusammen! Liebe Katerfreunde, ich kann euch sagen, schön haben wir es hier!

Auch wenn das Wetter vielleicht nicht das Allerbrillanteste ist, genieße ich doch die kleinen Sonnenphasen und setze mich auf MEINEN Balkon, schnuppere an Blumen und genieße einfach nur die frische Luft. Bei einem Klick auf die Bildchen seht ihr eine größere Version. Nicht immer ganz scharf, aber mal ehrlich und unter uns, wer ist denn schon immer ganz scharf?

Es müssen nicht immer die ganz großen Dinge sein, an denen wir uns freuen. Ich freue mich über den Sonnenstrahl, der mir den Pelz wärmt, die neuen Kräuter mit ihrem schönen frischen Duft, und die Tatsache, dass ich endlich wieder meine kleine persönliche Freiheit genießen kann.

Kennt ihr das? Nehmt ihr euch auch immer wieder vor, die Schönheit der kleinen Dinge zu sehen? Die Löwenzahnblüte am Straßenrand, die bizarren Wolkenformen, den Sonnenuntergang? Die unerwartete Postkarte, die zeigt, da denkt jemand an dich? Ein Lächeln, eine Umarmung, ein freundliches Wort?

Ich habe zusammen mit meinem Menschen lange nach dem Glück gesucht. Und irgendwann haben wir zufrieden festgestellt, dass es uns gut geht, dass wir gesund sind, ein warmes Plätzchen haben, genug zu futtern, Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Reicht das etwa nicht zum Glücklichsein?

Denkt mal drüber nach! Und wenn ihr das Gefühl habt, dass euch zum Glücklich-oder zumindest zum Zufriedensein noch etwas fehlt, dann schaut doch mal nach, ob ihr schon eine Katze habt. Denn die Gesellschaft von Katzen macht gatrantiert glücklich.

*schnurr*

Euer
hochzufriedenes Katertier

Kater der Woche: Katzen liegen überall rum

kater_klein Ihr werdet es nicht glauben. Es ist geschafft!

Der Balkon, auf den wir so lange gewartet haben, ist wieder begehbar. Ach, was sage ich, er ist nicht nur begehbar, er ist beliegbar und besitzbar und überhaupt ist die Welt wieder in Ordnung.

 
Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber das kommt noch, da bin ich ganz sicher – ich habe ja meine Menschen, die all die kleinen Fehlerchen noch wieder ausbügeln und hoffentlich bald wieder diese gut riechenden Kräuter und hübschen Blümchen anpflanzen, in denen meine Kollegen und ich so gern liegen. Ich habe ja mal einen Menschen sagen hören, dass der Blumenkasten eigentlich ja kein Katzenrumliegeplatz ist, aber da Katzen überall rumliegen, tun wir es eben auch dort. Es riecht gut und es ist gemütlich.

 
Da seht ihr’s mal wieder, manchmal lohnt es sich doch, Geduld zu haben und abzuwarten – erst muss es scheußlich und chaotisch werden, bevor es wieder schön wird, und dann wird alles gleich doppelt und dreifach schön.

 
Genießt das schöne Wetter, arbeitet nicht zu lange und macht es euch auf euren Balkons, Terrassen und in euren Gärten gemütlich!

 
Euer sonnengewärmtes, elendig faules
Katertier

Kater der Woche: Kinners, wie die Zeit vergeht!

kater_klein Zeit ist schon etwas Eigenartiges. Manchmal schleicht sie wie eine Schnecke dahin und manchmal wundert man sich, wie viel Zeit denn nun schon wieder vergangen ist. Auch, wenn man ein kleiner schwarzer Kater ist.

 
Gestern vor sechs Jahren auf den Tag genau bin ich bei meinen Menschen eingezogen. Damals passte ich noch in eine einzige Menschenhand und hätte ungefähr viermal in Kartons gepasst, in die sich mich jetzt nur noch mit Mühe quetschen kann. Und doch habe ich das Gefühl, das wäre erst gestern gewesen.
Und meine Menschen sehen sich Fotos an, wundern sich darüber, wie winzig ich einmal war und wie groß ich doch geworden bin (ich halte mich ja eher für immer noch klein, zumindest für einen Kater).

 
Kennt ihr das? Die Zeit fliegt, gerade, wenn etwas wunderbar ist und ihr euch wohlfühlt, euch freut, etwas genießt. Da wünscht ihr euch, die Zeit wäre endlos, aber gerade dann, wenn ihr den Augenblick am liebsten festhalten wollt, ist er schnell wie der Blitz – husch, weg. Vorbei.

 
Was mir mal wieder beweist: lebt für den Augenblick. Genießt ihn, mit allen Sinnen, mit allem, was ihr seid. Lebt. Macht ein Foto zur Erinnerung, aber nicht Tausende, denn kein Bild der Welt kann festhalten, was ihr wirklich gefühlt habt in diesem einen Moment. Fürchtet nicht, das Schöne zu vergessen. Es gräbt sich in eure Gedanken und ihr sehr jedes kleine Detail, wenn ihr die Augen schließt und euch erinnert.

 
Erinnert euch. So, und nur so könnt ihr die Zeit für einen Moment festhalten.
Und dann lasst sie weiterlaufen. Denn die Zukunft ist ein unentdecktes Land, das sich zu erforschen lohnt!

Kater der Woche: Brave Kater kommen in den Himmel … alle anderen überall hin!

kater_klein Wollt ihr mal was ganz neues hören, liebe Katerfreunde? Dann haltet euch fest: der Balkon ist noch immer nicht fertig.

Nicht, dass ich mich bei diesen Temperaturen und diesem bezaubernden Nicht-Frühlingswetter unbedingt darum reißen würde, auf dem Balkon herumzusitzen, aber es ist doch ziemlich nervig, aus dem Wohnzimmerfenster immer noch gegen dieses Gerüst anzustarren. Wenn meine Kollegen und ich wenigstens draufklettern dürfen, aber nein. Verboten, Viel zu gefährlich, sagen meine Menschen. Lass das lieber. Du könntest ja fallen.

Kennt ihr das? Vorsicht, immer und überall? Nicht auf den Baum klettern, es könnte ja sein, dass du dich dann nicht wieder runter traust. Nicht in den Wald rennen, du verläufst dich noch. Nicht so schnell rennen, gleich stolperst du und tust dir weh.

Aber mal ehrlich. Hätten die alten Ägypter (ihr wisst schon, diese klugen Leute von Damals, die unsereins als Götter verehrt haben…) sich immer wieder vor Augen geführt, wie schwer diese dicken Steine doch sind, die hätten nicht eine Pyramide fertigbekommen. Hätte Columbus Amerika (und damit die Vorfahren der Maine Coon-Katzen) entdeckt, wenn er sich davor gefürchtet hätte, dass seine Schiffe in einen Sturm geraten und kentern könnten? Wäre Marco Polo bis nach China gekommen, wenn sich sich darum gesorgt hätte, dass ihn unterwegs Banditen überfallen könnten?

Ein bisschen Vorsicht ist ja ganz gut, aber zu viel davon bringt einen nirgendwo hin. Also: vielleicht einfach mal was wagen in dieser neuen Woche, etwas anpacken, vor dem ihr bisher immer davongelaufen seid?

Ich bin dabei. Auch wenn ich nicht aufs Gerüst klettern darf.

Schnurrige Grüße,

Das Katertier

 

Kater der Woche: Amor, Amor … am Ohr!

kater_klein

Ich bin offiziell ein armer schwarzer Kater.

Letzte Woche stellte mein Mensch fest, dass mir am linken Ohr die Haare ausgehen. hatte ich noch gar nicht bemerkt. Ich bin ein Kater und schaue seltenst in den Spiegel, denn erstens weiß ich sowieso nicht, wer der schwarze Kerl ist, der mir da von der anderen Seite entgegenblinzelt, und zweitens brauche ich keinen Spiegel, um zu wissen, dass ich schön bin. Immerhin bin ich ein Kater. Und wir Katzen wurden damals in Ägypten als Götter … ja, genau. Und wir erinnern uns heute noch daran.

Jedenfalls wurde ich mitsamt meinem kahlen Ohr zum Tierarzt geschleppt und muss es nun ertragen, dass mir jeden Tag eine eklige Salbe auf meine Lauscher geschmiert wird. Nicht schön. Und auf jeden Fall deutlich unter meiner Würde.

Kennt ihr das? Diese doofen Situationen im Leben, die ihr einfach ertragen müsst, weil es keinen Weg drumherum gibt? Die, in denen ihr denkt, Augen (oder in meinem Fall eben Ohren) zu und durch? Wie geht ihr damit um? Ich habe mich dazu entschlossen, es einfach auszusitzen, hin und wieder ein bisschen zu maulen und mich weiterhin im streicheleinheitenbegleiteten Mitleid meiner Menschen zu sonnen und zu genießen, dass sie sich gerade mit einer Portion Extra-Aufmerksamkeit meiner annehmen.

Eine brauchbare Strategie, die ich gern weiterempfehlen möchte. Fresst nicht alles in euch hinein, wenn euch etwas stinkt, auch wenn ihr nicht wirklich etwas ändern könnt. Gutes Benehmen in allen Ehren, aber manchmal kann ein kurzes, herzhaftes Motzen auch mal ganz guttun und befreien. Danach kann man dann auch wieder friedlich sein und weiter all das Doofe aussitzen und dabei den blauen Himmel ansehen und Mäuse in den Wolken.

In diesem Sinne.

Eine schöne Woche wünscht
das ohrenkahle Katertier

Kater der Woche: In kleinen Schritten zum Ziel

kater_klein Die Philosophie der kleinen Schritte.

Ihr kennt das: eine Deadline hier, ein Abgabetermin da, ein Betaauftrag, und dann war da auch noch diese Kurzgeschichte, die ihr immer schon mal schreiben wolltet. Das ganze garniert mit Brotjob und Privatleben.

Ein Riesenberg zu erledigender Dinge, der sich auftürmt, so hoch, dass du nicht weißt, wo du anfangen sollst, ihn abzuarbeiten. Am liebsten würdest du davonlaufen, den Kopf in den Sand stecken oder Scheuklappen aufsetzen – oder was ihr menschen in solchen Fällen eben so macht.

Als Kater kenne ich sowas ja nicht wirklich. Die einzigen Berge die ich kenne, sind Berge von Katzenfutter, die ich am liebsten von oben nach unten abtrage. Im anderen Fall kippt nämlich irgendwann alles um und gibt eine Riesenschweinerei.

Aber vielleicht nimmst du dir an mir ein Beispiel, Mensch. Sieh nicht den Berg an, sondern die einzelnen Felsen, aus denen er besteht, und nimm dir dann einen nach dem anderen vor. Und wenn auch das noch zu groß ist, zerlege den Felsen in Kieselsteine. Und schwupps ist auf einmal der Berg weg – und du hast gar nicht gemerkt, dass du ihn abgetragen hast.

Unsere Balkonarbeiter scheinen die Philosophie der kleinen Schritte übrigens auch zu kennen. Bloß nicht zu viel auf einmal machen. Heute waren sie tatsächlich mal wieder da und haben den Estrich versiegelt. Kümmert ihr euch um eure Berge unerledigter Dinge, während ich mich in die Sonne lege und von baldiger Balkonien-Neueröffnung träume.

Bis zum nächsten Montag!

Euer
Katertier

Kater der Woche: Was lange währt …

kater_klein Kennt ihr dieses Gefühl? Etwas, worauf ihr wochenlang gewartet habt, passiert endlich!

Ich habe es ja fast nicht mehr für wahr gehalten – aber sie sind tatsächlich zurückgekehrt, die Männer in der Arbeitskluft, die Tonnen von seltsamen Dingen aus Lieferwagen ausladen und seltsames Gerät an seilen die Hausfassade hochziehen.

Genau! Es geht weiter mit den Balkonarbeiten! Ich hopse auf der Stelle und kann mein Glück nicht fassen. Das Wetter wird schön, meine Menschen haben das Minigewächshaus wieder hervorgekramt und Küchenkräuter angesetzt, und so wie es aussieht, können wir schon bald unsere kleine Wellness-Oase draußen wieder bezugsfertig machen.

Aber jetzt heißt es erst einmal wieder: warten. Warten ist doof. Warten ist langweilig. Total sinnlos vertane Zeit. Oder nicht?

Mal so genau darüber nachgedacht, ist warten eigentlich gar nicht so schlimm. Denn warten müssen bedeutet doch Zeit zu haben. Plötzlich habe ich Zeit, Dinge zu tun, die ich sonst vielleicht nicht getan hätte. nachdenken zum Beispiel. Oder Pläne schmieden für die Zukunft. Oder einfach nur dasitzen und den Himmel ansehen. Die Blumen. Auf die Geräusche von Draußen lauschen.

Menschen, nehmt euch ein Beispiel an uns Katzen. Wenn ihr warten müssen, dann lasst eure Gedanken wandern, träumt euch weg, entspannt, lest ein Buch, schreibt einen Brief – oder redet mit anderen Leuten.

Auf das euch die Zeit nicht lang werde!

Euer
Katertier

 

Katers Balkon-Blues Teil 3

kater_klein Na? Glaubt ihr, es hat sich etwas getan auf meinem Balkon?

Pustekuchen. Nichts hat sich getan. Die Menschen reden von Feiertagen und Ostern und Urlaub. Und ich? Sitz hier mit meinen Kollegen in der Wohnung rum, gucke aus dem Fenster in den herrlichen Sonnenschein und atme Frühlingsdüfte durch den schmalen Spalt der gekippten Balkontür.

Richtig geraten, das Gerüst ist immer noch da, immer noch nur nackter Betonboden, keine Fliesen, ich könnte ausrasten, ausrasten könnte ich –

Moooooment.

Kennt ihr das? Ihr regt euch über etwas auf, das ihr nicht ändern könnt, verschwendet sinnlos Energie darauf, so richtig wütend zu werden und euch in Rage zu schimpfen, nur, um dann vollkommen erschöpft festzustellen, dass all der Zorn und alles Gemecker nichts gebracht haben? Außer vielleicht, dass ihr jetzt müde seid oder im schlimmsten Fall anderen mit eurer schlechten Laune auch noch den Tag verdorben habt?

Also dann. Übe ich mich weiter in Geduld, versuche, mich nicht aufzuregen und die Zeit zu genießen. Wenn ich etwas nicht haben kann, schaue ich mich doch einfach mal um und sehe auf das, was ich habe. Ein warmes, trockenes Zuhause. Menschen, die sich um mich kümmern und denen ich etwas wert bin. Die mich lieben und streicheln und freundlich mit mir reden. Genug zu essen. Sicherheit.

Ach, ich bin doch ein sehr reicher schwarzer Kater.

Das Leben ist schön. Wenn man nur richtig hinsieht. Und nicht immer nur auf das guckt, das einen gerade ärgert.

In diesem Sinne,

Schöne Rest-Ostern!
Das Katertier

 

 

Katers Balkon-Blues Teil 2

kater_klein Tja, liebe Internetgemeinde, was soll ich sagen?

Das Gerüst ist immer noch da.

Der Estrich ist immer noch nackt.

Irgendwer muss da gewesen sein, um die Risse im Boden des Balkons über uns und in den Wänden zu flicken und dort nachzubessern, wo der Putz abblättert.
Aber das war es dann auch. Keine Handwerker. Keine Fliesen.

Nichts.

Ich bin geneigt, in Depressionen zu verfallen. Draußen scheint die Sonne, und ich kann nicht raus. Bitte bedauert mich. Ich kann mir gar nicht so viel selbst leidtun, wie ich bedauert werden möchte.
Aber gut. Manchmal gibt es diese Dinge, die einfach nicht zu ändern sind. Ich habe keinen Sand und ich bin kein Vogel Strauß, also werde ich meinen Kopf nicht in den nicht vorhandenen Sand stecken. In diesen Zeiten, in denen ich nichts ändern kann, muss ich die Dinge so hinnehmen, wie sie sind, und das Beste daraus machen. Immerhin kann ich noch auf der Fensterbank sitzen und nach draußen schauen. Mich daran freuen, wie alles langsam immer grüner wird. Und ich sage mir: wenn es erst einmal richtig grün ist da draußen und so richtig schön warm, so warm, dass mein Pelz sich aufheizt, wenn ich in der Sonne liege, dann kann ich sicher auch wieder hinaus auf meinen Balkon.
Und bis dahin: Abwarten und Katzenmilch trinken.
Prost.

Euer Katertier

Katers Balkon-Blues Teil 1

kater_klein Alles neu macht der … März?

 
Sieht so aus. Nicht nur mein Mensch hat gewütet, um diesem Blog ein neues Gesicht zu geben. Auch in der realen Welt wird gerade heftig gewerkelt. Fremde Menschen kamen und bauten uns ein Gerüst vor das Wohnzimmerfenster. So weit, so gut. Das war ja noch ganz spannend.

 
Weniger spannend: Der darauf folgende abartige Lärm und die seitdem dauerhaft verschlossene Balkontür. Wie soll ein Kater denn bei so einem Krach meditativ die Welt beobachten? Und vor allem – wie soll er Frühjahrsluft schnuppern, wenn ständig die Balkontür verschlossen ist?
Aber fangen wir vorn an.

 
Tag 1: Das Gerüst wächst. Ich habe keine Ahnung, was das soll. Aber zusehen ist lustig, also sehe ich zu.

 
Tag 2: Mein Mensch läuft Amok und räumt in einer Hauruckaktion die gesamte Balkoneinrichtung in den Keller. Einschließlich meines geliebten Sitzbretts. Mein Kuschelkissen landet in der Waschmaschine. Ich beginne, eine Verschwörung zu vermuten, als sie mich nachdrücklich in die Wohnung verweist und anfängt, das Katzenschutznetz wegzuschneiden. Denn ohne das Netz darf ich ja nicht raus. Und wenn ich ohne das Netz nicht rausdarf … ihr seht, worauf ich hinauswill. Ich fühle mich sabotiert und in meinen Rechten als dienstältester Kater des Hauses eingeschränkt. Sowas kann man mit mir nicht machen!

 
Tag 3: Langsam verstehe ich, warum meine Menschen nicht mehr wollen, dass ich hinausgehe. Andere fremde Menschen sind gekommen und besprühen unseren armen Balkon. Mit Hochdruck. Und Sand. Es ist laut. Für Menschen.
Fragt euch, wie laut es für mich sein muss. Ich versinke in Selbstmitleid, fluche innerlich und kompensiere meinen Frust, indem ich nach Leckerlis schreie, bis sich ein Mensch meiner erbarmt.

 
Tag 4: Als ob es nicht schon genug gewesen wäre mit dem Hochdruck und dem Sand, rückt jetzt ein Presslufthammermensch den Balkonfliesen zu Leibe und verwandelt unsere Oase der Ruhe in eine Mondlandschaft. Ich sitze vor der Tür, starre auf das Trümmerfeld und kann es nicht fassen. Meine Wellness-Oase ist weg.

 
Tag 5: Es ist Samstag. Wir hoffen auf Ruhe, aber nichts da. Die Trümmer werden entsorgt, draußen auf dem Hof wummert ein undefinierbares generatorbetriebenes Etwas, das in regelmäßigen Abständen Estrich ausspuckt.

 
Es ist laut.

 
Meine Menschen flüchten.

 
Sie komme erst zurück, als das Chaos bereits beendet ist. Auf meinem Balkon befindet sich eine graubraune Schicht, die niemand betreten darf, weil sie erst aushärten muss.

 
Seitdem liegen die Arbeiten brach. Ich warte ab, wie Katzen es tun, beobachte durch das Wohnzimmerfenster und hoffe, dass sich eines schönen Tages die Balkontür wieder öffnet und ich meine Meditationen bei schönem Frühlingswetter fortsetzen kann.
Bis dahin sei gesagt: Umbauarbeiten auf Webseiten sind lange nicht so laut und so dreckig wie Umbauarbeiten auf Balkons.
Es sei denn, der Webseitenbesitzer flucht.

Wir lesen uns.

Euer
Katertier