D. Fries: Chroniken des Lichts 2: …und der Spaß geht in Venedig weiter

Lichtkrieger2 Venedig, Stadt der Gondeln, Brücken und Kanäle. Hierher verschlägt es die frischgebackenen Lichtkrieger Rafe und Jenny, die dort Seelen von Verstorbenen helfen sollen, ihren Weg ins Jenseits zu finden. Doch wie schon fast erwartet, kommt es erstens anders und zweitens, als man denkt. Das Chaos beginnt, als Jennys chaotische Schwester auftaucht und Jenny und Rafe kurzerhand als Baby-und Hundesitter engagiert. Von jetzt auf gleich haben die Lichtkrieger nicht nur die rastlosen Seelen an der Backe, sondern auch ein Baby namens Cola und Fanta, den gemütlichen Bernhardinder, der immer irgendwo im Weg steht oder liegt. Und es kommt noch schlimmer, als Vampire auftauchen, die genau wie die Lichtkrieger die Gabe haben, sich von einem Ort zum anderen zu teleportieren, was die Jagd auf die Blutsauger natürlich erschwert. Es dauert nicht lange, und die Lichtkrieger finden sich mitten in einem bösen Konflikt zwischen Vampiren und Werwölfen wieder. Die Tatsache, dass Rafe sich in eine Polizistin und Jenny in einen Werwolfanführer verliebt, macht die Sache nicht einfacher, im Gegenteil – die Beziehungen sind das Sahnehäubchen auf dem ganzen Chaos und führen zu zusätzlichen Verwicklungen.
Wieder ist D. Fries die Verbindung einer eigentlich düsteren Geschichte mit einem humorvoll-lockeren Erzählstil gelungen, aber man muss als Leser diese Mischung schon mögen, sonst könnte es sein, dass einem gerade der kodderschnauzige Macho Rafe nach einer Weile ziemlich auf den Keks geht.
Ein gelungener Nachfolger zum ersten Chroniken des Lichts-Band für Leser, die Spaß an Urban-Fantasy-Geschichten haben, die sich selbst nicht ganz so todernst nehmen. Ich bin schon sehr gespannt auf die nächste Folge.

EBook-Serie: Romy Wolf – Die Spione von Edinburgh

spione01 Die Spione von Edinburgh – inzwischen sind drei Episoden der spannenden Reihe meiner Autorenkollegin und Freundin Romy Wolf erschienen und eine ist spannender als die andere. Das Cover der ersten Episode „Thimble House“ steht hier stellvertretend für die Reihe. Die weiteren bisher erschienenen Episoden tragen die Titel „Metamorphose“ und „Nachtmahr“.

Geheimdienste haben ein Faible für Abkürzungem, so ist es nicht verwunderlich, dass auch das Royale Institute of the Paranormal seinen Namen nicht immer vollständig ausschreibt und sich mit der Buchstabenkombination „R.I.P.“ begnügt.
Ada und Ollie hatten nie vor, Agenten zu werden. Beide stammen aus bescheidensten Verhältnissen. Ollie ist Kind einer Arbeiterfamilie, arm und durch Lähmung und Krankheit ans Bett gefesselt, Ada eine Waise, das Mädchen ohne Vergangenheit, die von Ollies Familie wie eine Tochter aufgezogen wird. Als Ada eine Anstellung in dem geheimnisumwitterten Thimble House annimmt, ahnt sie nicht, auf was sie sich einlässt. Wer ist der seltsame junge Mann, den die beiden ältlichen Schwestern im Dachgeschoss gefangen halten, warum ist er wahnsinnig, und was hat er mit der verstorbenen Tochter einer der Schwestern auf sich? Als Ada und Ollie immer häufiger von eigenartigen Todesfällen rund um Thimbe House in der Zeitung lesen, beginnen die jungen Leute, nachzuforschen -und decken ein grausiges Geheimnis auf. Ungeklärt bleibt allerdings die Frage: Wer ist die mysteriöse „Professorin“, von der der wahnsinnige Thaddeus spricht? Und warum sagt er, er kenne Ada aus dem Waisenhaus?
Adas und Ollies Aktivitäten und der Spuk von Thimble House gehen nicht an Laurence Mayfair, dem Leiter des R.I.P., vorbei. Die Episode „Thimble House“ endet damit, dass Mayfair den beiden jugendlichen Detektiven eine Stelle anbietet- im Institut. Ada und Ollie nehmen an.

In „Metamorphose“ sind die beiden jungen Helden aus Thimbe House bereits einige Zeit am R.I.P. Während Ollie sich hervorragend integriert fühlt, hat Ada trotz ihrer übersinnlichen Gabe nicht das Gefühl, wirklich dazuzugehören, vor allem nicht, als sie merkt, dass sich Ollie anscheinend zu der hochintelligenden Technikerin Maggie hingezogen fühlt, und Institutsmitarbeiter Finley sie allem Anschein nach nicht ausstehen kann. Dennoch stellt Ada auf Mayfairs Anweisung hin gemeinsam mit Finley Nachforschungen im Hafen an, nachdem Finley eine Kreatur, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, aus einer misslichen Lage befreit hat: den Meermann Lear, halb Mensch, halb Robbe. Bei dem Versuch, Lears geheimnisvolle Herkunft aufzudecken, stoßen Ada und Finley auf ein grauenhaftes Experiment, vielfachen Mord, und wieder stolpern sie über die geheimnisvolle „Professorin“.
Finley, der sich freundschaftlich zu Lear hingezogen fühlt, ermöglicht es dem Meermann, im Institut zu bleiben, und verspricht ihm, weitere Meermenschen zu suchen, von denen Lear glaubt, dass sie noch leben könnten.

„Nachtmahr“ beginnt einem mysteriösen Telegramm und den verstörenden Eindrücken eines Menschen, der sich offensichtlich nicht mehr an Dinge erinnern kann, die er des Nachts treibt. Etta, ehemaliges Mitglied des Instituts und Empfängern des Telegramms, vermutet hinter dem Absender ihren verschwundenen Mann Richard und bittet Mayfair um Hilfe. Während sich die Agenten der Suche nach dem „Nachtmahr“ widmen, der nachts Frauen überfällt, kommen Finley und Lear einander immer näher, während die Spannungen zwischen Ada, Ollie und Maggie wachsen – und auch zwischen Etta und Maifair scheint mehr zu sein als auf den ersten Blick offensichtlich. „Nachtmahr“ ist die bisher düsterste Episode und endet mit einem sehr bösen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Als Leser merke ich, wie sehr Romy Wolf Serien liebt und dass sie sich am Beispiel von Fernsehserien wie Supernatural oder Lost orientiert haben mag, als sie ihre „Spione“ plante. Mir gefällt der spannende Schreibstil, der Gefühle transportiert, ohne jemals ins Kitschige abzugleiten (ganz besonders gut haben mir da in „Nachtmahr“ die Szenen zwischen Lear und Finley gefallen). Dazu beherrscht Romy Wolf die Kunst, jeder Episode einen eigenen Spannungsbogen zu geben und dazu noch einen weiteren Spannungsbogen aufzubauen, der sich über die Episodengrenzen erstreckt, indem sie ihre Leser immer weiter anfüttert und man schließlich nur noch fingernägelkauend wissen möchte, was es mit diesem Waisenhaus auf sich hat und wer zum Henker denn nun diese „Professorin“ ist.
Daher meine inständige Bitte an Romy und den Weltenschmiede-Verlag: Bitte macht weiter mit den Spionen, ihr habt einen Fan. *schwenkt ein R.I.P.-Fähnchen*

Helen B. Kraft: Höllenjob hoch zwei – wunderbar respektlos!

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Man hat’s nicht leicht, wenn man ein Dämon ist, schon gar nicht so ein gutaussehender wie Shati… pardon, Shatan. Höllenfürstin Luzifer hat es in jeder Hinsicht auf ihn abgesehen. Und dann bekommt er auch noch die undankbare Aufgabe, in die Welt der Menschen zu gehen und Luzifers Tochter zu suchen – die zugleich auch noch Tochter des Allmächtigen ist. Die bildhübsche Evangelina führt ein ganz normales Erdenmenschenleben und hat keine Ahnung von ihrer göttlich-höllischen Verwandtschaft – eine Tatsache, die sich schnell ändert, als auf einmal nicht nur Shatan, der muskulöse Dämon mit dem sexy Quastenschwanz, in ihrer Wohnung auftaucht, sondern auch noch der etwas tumbe Erzengel-Kraftprotz Gavarel mit seinem Flammenschwert. der Erzengel nämlich denkt pragmatisch – tötet er Evangelina, ist sie für immer sicher vor ihre höllischen Mutter, denn dann landet sie schließlich direkt im Himmel.
Herrlich respektlos und humorvoll jongliert Hellen B. Kraft mit Gott und der Welt, Dämonen und Engeln, taxifahrenden Kali-Jüngern und einem immer noch unter uns weilenden Gottessohn samt passenden Latschen und Gras in der Tasche, wenn sie Shatan und Evangelina durch ihre abenteuerliche Flucht vor dem Zorn Gottes und einer aus den Ohren qualmenden Luzifer führt. Herrlich dabei die staubtrockenen Kommentare der körperlosen Stimme Gottes, Metatron, der sich immer wieder andere menschliche Wirte suchen muss, durch deren Mund er dann spricht – was häufiger mal zu Verwirrung führen kann.
Der Schreibstil ist flüssig und gespickt mit Humor und Wortwitz. „Höllenjob für einen Dämon“ ist eine rasante, skurrile, romantische Komödie für alle, die ihren Sinn für Spaß nicht vollkommen verloren haben und auch mit dem sehr augenzwinkernden Umgang mit Kirche und christlicher Mythologie umgehen können. Ein Höllenjob für einen Dämon, aber ein Höllenspaß für den Leser!

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Und es geht weiter.
Nachdem Evangelina und Shatan es zum ersten himmlich-höllischen Liebespaar geschafft haben, bekommt diesmal eine wirklich höllische junge Dame Probleme. Lilith, Tochter von Luzifer und Asmodeus und indirekt Schuld daran, dass Luzifer wegen Ehebruchs aus den himmlichen Gefilden flog, wird beschuldigt, Hamit-Häpächät, das erste Wächterschwert, gestohlen zu haben. Lilith, die für ihre Intrigen aus dem ersten „Höllenjob“-Band in den Himmel verbannt wurde und dort nun im weißen Seidenkleidchen unter der Aufsicht des Seraphen Ravael Harfe üben muss, ist sich keiner Schuld bewusst. Dennoch: Lilith muss es gelingen, das Wächterschwert innerhalb von drei Tagen zurückzubringen, sonst rollt ihr Kopf. Ravael wird an ihre Seite gestellt – gestraft mit kleinen rosa Puschelflügelchen. Seine bronzenen Seraphenschwingen hat der Allmächtige einbehalten, da er denkt, Rave hätte nicht ordnungsgemäß auf die kleine Chaotin Lilith aufgepasst. Auf der Erde schließen sich Lilith und dem wirklich sexy Ravael der schon bekannte Shatan an, sowie der gefallene Engel Elegoth und ein flammender, sprechender Kaktus namens Ingo. Sorry. Inglorius.
Ob diese Chaostruppe, begleitet von Metatron, es schaffen kann, das Wächterschwert wiederzufinden, und wer nun tatsächlich an diesem niederträchtigen Diebstahl Schuld ist, das sollte man besser selbst lesen, denn keine Zusammenfassung kann Helen B. Krafts humorige Schreibe wirklich wiedergeben.
Die Frage, ob es gelungen ist, nach dem „Höllenjob für einen Dämon“ einen würdigen Nachfolger zu bringen, kann man nur mit Ja beantworten – Höllenjob für einen Seraph ist mehr als das. Dieses Buch ist düsterer, bissiger, respektloser und dabei ebenso witzig, spannend, romantisch und sexy wie sein Vorgänger. Helen B. Kraft ist es gelungen, eine dichte, spannende Geschichte zu weben und einen ganz neuen Blickwinkel auf Himmel und Hölle zu werfen.
Und am Ende stellen wir fest: Dämonen und Seraphen, Götter und Höllenfürstinnen sind irgendwie auch nur Menschen. Ein Höllenspaß, wieder einmal.

Yann Martel: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger

Der Inder Pi ist ein ungewöhnlicher Junge.
Dank seines schwimmwütigen Onkels wurde er nach einem Pariser Schwimmbad mit dem Vornamen „Piscine Molitor“ bedacht.
Dank seiner Offenheit, seiner Neugier, seinem Interesse für Religion und seiner „Warum denn nicht“-Einstellung wurde er schon als Kind gläubiger Hindu, Christ und Moslem. Alles zugleich. Kompromisslos, ehrlich und auf seine Art gottesfürchtig.
Dank der Tatsache, dass sein Vater, ein Zoobesitzer, eines Tages beschließt, mit der Familie und den Zootieren nach Kanada auszuwandern, findet er sich schon bald in misslicher Lage. Der Tanker, der die Familie Patel und den halben Zoo mitnimmt über den großen Teich, kentert, und Piscine „Pi“ Patel ist schiffbrüchig. Zusammen mit einem ausgewachsenen bengalischen Tiger namens „Richard Parker“. Anfangs teilt er sein Rettungsboot zusätzlich mit einem Zebra mit gebrochenem Bein, einem Orang-Utanweibchen, das auf einem Netz voller Bananen schwimmend das Boot erreichte, und einer missgelaunten Hyäne. Doch nachdem die Hyäne das Zebra gefressen, die Orang-Dame mit der Hyäne kurzen Prozess gemacht und der Tiger schließlich über den Orang hergefallen ist, sind sie tatsächlich allein: der Inder und der Tiger, mitten auf dem Pazifik. „Life of Pi“ schildert die skurrile, herrlich schräge, tragikomische Geschichte der beiden ungleichen Schiffbrüchigen, tiefsinnig und philosophisch, spannend und voller Fragen, von denen die Interessanteste am Ende des Buches aufkommt. Wenn nämlich der gerettete Pi im Krankenhaus in Mexiko von zwei Angestellten der japanischen Reederei über den Untergang des Tankers befragt wird, und Pi nicht nur die Geschichte seines Schiffbruchs mit Tiger erzählt, sondern auch noch eine andere, sehr viel bitterer und traurigere.
Der Leser entscheidet am Ende selbst, welche Version der Geschichte über Pis Schiffbruch er lieber glauben möchte.
Lest selbst. Und findet vielleicht eine erstaunliche Antwort auf die Frage nach der Wahrheit.
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Sabrina Zelezný: Kondorkinder – die Suche nach den verlorenen Geschichten

Wenn man Bücher hören könnte, dann klänge „Kondorkinder“ nach dem Wind, der über die Hochplateaus der Anden weht, und nach dem Flügelschlag eines mächtigen Vogels. Wenn ein Buch nach etwas riechen würde, dann röche „Kondorkinder“ nach Staub und Sonnenlicht, nach Mais und Lamawolle. Wenn ein Buch nach etwas schmecken würde, dann schmeckt „Kondorkinder“ ganz sicher nach Maisbier und Karamell, und auch ein bisschen nach Salz und Tränen, bittersüß und geheimnisvoll. „Kondorkinder“ erzählt von lebendigen Geschichten, von Gegensätzen und Vorurteilen, von Welten, die aufeinanderprallen und von dem Versuch, beide Welten auf friedliche Weisemiteinander zu verbinden. Es erzählt von einer Reise, die niemals endet und von einer Aufgabe, die mit jedem Schritt auf dem Weg ihrer Erfüllung größer wird.
„‚Bücher sind schön, Herr‘, heißt es im Klappentext, ‚Sie erzählen Geschichten. Sie sagen uns, wer wir sind. Sie sind gut, um nicht zu vergessen. Bücher sind unsere Seelen aus Papier. Aus Tinte. Darum ist Büchermachen gut, es ist Leben. Darum will ich Büchermachen lernen.‘ So bittet Yawar um eine Lehrstelle beim Meisterbuchbinder. Er sollte der Hüter des Spiegelbuches sein, das Zuflucht der Geschichten des Hochlandes ist. Doch dann wurde das Spiegelbuch zerstört, und die Geschichten streifen nun heimatlos umher. Im Auftrag der Berggötter muss Yawar ein neues Spiegelbuch schaffen. Bald ist das Ziel zum Greifen nah, aber er hat einen mächtigen Fluch auf den Fersen.“
Yanakachi hat nur ein Ziel – ihren Sohn Yawar zu beschützen, vor der Vergangenheit, vor einer möglichen Zukunft und vor der Macht des geschriebenen Wortes. Doch auch Yanakachi kann ihrer Vergangenheit nicht entfliehen. Als sie eines Nachts den verletzten Kondor vor ihrer Hütte findet, beginnt eine Geschichte, der weder Yanakachi, noch Yawar entkommen können. Yawar soll der Yuyaq sein, der Hüter des Spiegelbuches, in dem die alten Geschichten der Andenvölker aufgeschrieben stehen und wie ein Schatz gehütet werden, damit sie niemals in Vergessenheit geraten. Denn wer seine Geschichte verliert, das wissen die Rebellen, die sich Kondorkinder nennen, der verliert sich selbst. Yawar will sich der Aufgabe stellen – doch es kommt alles ganz anders. Das Buch wird zerstört, ein Fluch beginnt sein dunkles Leben und das einzige, was den Fluch abwenden kann, ist die Erschaffung eines neuen Spiegelbuches für die Geschichten, die in dem Augenblick, in dem das Buch vernichtet wurde, heimatlos wurden.
„Kondorkinder“ ist ein Roman voller Poesie. Er entführt den Leser in die Anden, in das Peru der spanischen Kolonialherrschaft, in der die Welt der Indios und die Welt der spanischen Macht aufeinanderprallen und gegensätzlicher nicht sein können. Er erzählt von dem Streben der Hochlandbewohner, sich selbst nicht zu verlieren unter dem Einfluss der Spanier, vom Bewahren alter Geschichten und dem Bewahren der eigenen Identität. Sabrina Zelezný schreibt so, dass man vom ersten Augenblick an in die Geschichte hineingesogen wird, so als sei „Kondorkinder“ selbst so eine lebendige Geschichte, die in das Spiegelbuch gehört. Man merkt der Autorin an, wie sehr sie die Andenwelt liebt und wie intensiv sie sich mit ihr befasst hat. „Kondorkinder“ ist spannend und poetisch, romantisch und bittersüß, zum Heulen traurig und zum Schreien komisch. Die Figuren schleichen sich in das Herz des Lesers, jede einzelne plastisch und lebendig – und in ihrem Handeln, so bitter es manchmal auch sein mag, nachvollziehbar. Der Abschied von Yanakachi, Yawar und Isabel, von Mismi und Sabancaya und vor allem von „Tschakka Alpaka“ Chaski fiel mir richtig schwer. „Kondorkinder – die Suche nach den verlorenen Geschichten“ ist ein Buch, das ich sicherlich nicht nur einmal lesen werde. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es mit dem Spiegelbuch weitergeht. In „Kondorkinder – der Fluch des Spiegelbuches“.
kondorkinder

Es geht wieder los: Deutscher Phantastikpreis

Alle Jahre wieder – die Nominierungsrunde für den Deutschen Phantastik-Preis ist gestartet. Wie jedes Jahr werden in den verschiedensten Kategorien Preise vergeben – Romandebüt, Roman, Kurzgeschichte, Anthologie, Illustration, phantastischer Webauftritt und, und, und. In diesem Jahr wird es keine bereits bestehende Liste geben. Jeder, der mag, kann Vorschläge einreichen, also: nominiert, was das Zeug hält! Der Preis wird wie in jedem Jahr auf dem BuCon verliehen.
Zum Formular geht’s hier: http://dontapir.de/dpp/Vorrunde/

Und vielleicht hat ja jemandem „Feuersänger“ so gut gefallen, dass er ihn nominieren möchte? 🙂 Ich würde mich freuen.

Werbung: Zander Nyrond’s „Avevale“

Ein bisschen Werbung: Zander Nyrond, Phantastik-Autor aus Großbritannien, für den ich hier schon mehrmals geworben habe, hat seine Webseite inzwischen anderswo untergebracht, nämlich hier: http://www.avevale.org/
Vorbeischauen lohnt sich, lesen lohnt sich. Und wer kann und wer mag und wem gefällt, was er da liest… Zander kann jeden Cent gebrauchen.
Danke.

„Feuersänger“ will helfen

Wie im letzten Jahr: Exemplare der Restauflage von „Feuersänger“ gibt es nach wie vor für 15 Euro bei mir. Mit dem „Rest“ den ich hier noch liegen habe, möchte ich gern einem britischen Autorenkollegen helfen: Zander Nyrond.
Zander ist wie ich „Filker“ und über die Filker Community haben wir uns vor Jahren kennengelernt. „Filk“ ist eine bestimmte Musikrichtung. Die Melodien sind folkig, im Liedermacher-Stil oder auch schon mal rockig, die Texte fandom-basiert oder sie verarbeiten selbst Erlebtes. Es gibt Filk zu Serien, Filmen, Büchern, über Kinder, Katzen oder den Lieblingsplatz im Stadtpark. Die Filk-Community ist wie eien Familie, und wie in einer Familie versucht man, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand in der Tinte steckt. Und im Moment steckt Zander in Schwierigkeiten. Er ist hat zur Zeit keinen Brotjob, seine Frau ist chronisch krank. Die beiden brauchen finanzielle Unterstützung. Ich möchte von jedem Exemplar Feuersänger, das in diesem Jahr mein Haus verlässt, umgerechnet ein Pfund an Zander weiterleiten.

Noch ein bisschen Werbung:
Nexux – Zander Nyronds Fortsetzungsroman (englisch)
Zanders Website (englisch)
Zanders Blog (englisch)

Wenn euch der Fortsetzungsroman oder andere Texte, die ihr beim Stöbern auf Zanders Seiten findet, gefällt, dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr einen kleinen Obulus zurücklassen könntet. Zander kann jeden Cent gebrauchen, und seine Texte sind es wert.
Danke.