Start ins Selfpublishing – erste Erfahrungen

Eine knappe Woche ist Meeresträume 1 – Fisch im Netz jetzt draußen. Zeit, mal zu berichten und ein kleines Fazit zu ziehen. Bisher verzeichne ich 60 verkaufte und bezahlte „Einheiten“, auf nicht-KDP-Deutsch verbergen sich dahinter 57 EBooks und drei Taschenbücher. Dazu kommen auf die Sekunde genau 16.372 über Kindle Unlimited gelesene Seiten, die ja auch ein bisschen was abwerfen. Ein Blick auf die Tantiementabelle macht gute Laune. Ich habe nach einer Woche die Hälfte der Kosten für das Cover eingespielt. Was leider noch komplett fehlt: Bewertungen. Aber da bin ich optimistisch, nach einer Woche kann ich noch nicht viel erwarten. Wird also noch kommen.

Ein bisschen mehr ins Detail:
Wie halte ich es mit dem Lektorat? Nach langem Überlegen habe ich für mich beschlossen, beim Selfpublishing auf ein professionelles Lektorat zu verzichten und stattdessen mit mehreren handverlesenen Betalesern zu arbeiten, deren Arbeitsweise ich kenne und von denen ich weiß, dass sie mit meinem Manuskript und mir nicht zimperlich umgehen. Und sollte von meinen Stammbetalesern jemand mal keine Zeit haben, werde ich ganz sicher im Kreis der Uferlosen fündig. Auch das Korrektorat finde ich im Uferlosen-oder Freundeskreis, und ich revanchiere mich meinerseits mit Beta-Arbeit oder testlesen und Rezensionen. Eine Hand wäscht da zuverlässig die andere.

Selfpublishing ist aufwändig. Klar. Denn ich mache fast alles alleine. Beim Buch-und EBooksatz hatte ich Hilfe, aber in Zukunft möchte ich auch da selbständiger werden und mehr allein machen. Das Hochladen der Buchinhalte und Covergrafiken über KDP ist im Grunde einfach und weitgehend intuitiv, dennoch war ich froh darüber, beim ersten Mal eine erfahrene Selfpublisherin an der Hand zu haben, die mich am Telefon durch die einzelnen Schritte geführt hat. Bim nächsten Mal werde ich auch das allein hinbekommen – ich kann mich an den Angaben fürs erste Buch entlanghangeln und alles genau so eingeben, dann passt das schon. Sehr niedlich: Zwischendurch prüft KDP Buchinhalte und Grafiken, damit am Ende auch alles passt und gut aussieht. Das kann ein bisschen dauern. Zwischendurch aufpoppende Fenster mit der Aufforderung, sich doch mal eben einen Kaffee zu holen oder ein Sandwich zu schmieren, finde ich schon sehr knuffig.

Und wieder mal habe ich gelernt: wenn etwas nicht klappt, auch mal in die Emails gucken, denn KDP sagt einem sehr deutlich, was hakt, wenn denn etwas hakt. Nachdem wir uns zu dritt zum x-ten Mal darüber gewundert hatten, dass die Printausgabe dauernd von „wird geprüft“ auf „Entwurf“ zurückspringt, und die nette Infomail von KDP etwas von einem Coverfehler murmelte, dauerte es zwar noch ein wenig, bis der Fehler tatsächlich aufgespürt war (in diesem Fall waren es Ä-Pünktchen, die auf dem Buchrücken zu weit über eine „Sicherheitslinie“ hinausragten – da komm mal drauf!), aber dann lief auch alles reibungslos.

Was macht man, wenn alles hochgeladen ist und tatsächlich den Status „wird geprüft“ beibehalt: warten, rumhibbeln und Nägelkauen und die Zeit schon mal nutzen, die Werbung vorzubereiten, denn auch damit sitzt man als Selfpublisher natürlich allein da. Also ran an den Speck, Blogbeiträge und Facebookmeldungen vorbereiten, vielleicht ein Gewinnspiel posten. Wer mag, bereitet vielleicht eine Leserunde bei den üblichen verdächtigen Portalen vor oder kündigt schon mal Vorab-Exemplare für mögliche RezensentInnen an.
Meist ist das Ebook schon nach relativ kurzer Zeit auf Amazon sichtbar. Es kann durchaus sein, dass es auf KDP noch im Prüfungsstatus hängt, wird dann aber relativ bald auf „live“ springen. Und dann ist es wirklich da. Beim Taschenbuch dauert die Prüfung deutlich länger. Hochgeladen haben wir es irgendwann in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar, und irgendwann mittags war es dann sichtbar und auf Amazon bestellbar.
Was dann noch mal ein bisschen dauert, ist die Verknüpfung von EBook und Taschenbuch. Wenn das nicht klappt, hilft erst mal ein Blick in die Angaben auf KDP: sind die Buchinformationen bei beiden Ausgaben gleich? Dann sollte die Verknüpfung automatisch passieren, wenn nicht, hilft eine Mail an den KDP-Service, der in der Regel extrem schnell und superfreundlich reagiert. Falls nicht, sollten erst mal die Angaben für beide Ausgaben angepasst werden. Und wenn es dann immer noch nicht klappt: KDP ist wirklich sehr hilfsbereit.

Und dann? Tja, dann ging das Stalken los. KDP zeigt genau an, wie viele Kindle-Unlimited-Seiten gelesen wurden, wie viele Taschenbücher und EBooks über den virtuellen Ladentisch gingen und wie viele Rückgaben zu verzeichnen sind. Und natürlich werden Tantiemen angezeigt.
Abgerechnet wird alle zwei Monate nach Erscheinen des Buches, und sobald 20 Euro an Einnahmen überschritten wurden, wird ausgezahlt.

Was ich merke: SP macht Spaß, und irgendwie macht es süchtig. Ich erlebe sozusagen live und sehr unmittelbar, dass mein Buch ankommt, dass es gesehen und gelesen wird. Das motiviert, an der Fortsetzung der Reihe zu arbeiten, und führt dazu, dass ich anfange, meine Festplatte nach Schubladengeschichten zu durchwühlen, die es wert sind, ebenfalls das Licht der Welt zu erblicken, auch wenn sie es vielleicht bei Anthologie-Ausschreibungen nicht geschafft haben.

Ich werde auf jeden Fall weitermachen mit „Gay fantasy für Erwachsene – und irgendwas mit Katzen“.

Monatsrückblick Januar und ein bisschen Werbung

 Der Januar stand ganz im Zeichen der Arbeit an „Fisch im Netz“, ursprünglich „Im Fischernetz“, das spätestens am 5. Februar in neuem Gewand und in komplett überarbeiteter Fassung den Buchmarkt neu erobern soll – und mein Debüt als Selfpublisherin darstellt. Fragt mich mal, ob ich hibbelig bin. Mit dem schicken neuen Cover von Cover für Dich ist dieser kleine Roman nicht nur ein Hingucker geworden, sondern auch endlich das, was er schon immer sein sollte: der Auftakt einer Reihe. Unter dem Reihentitel „Meeresträume“ wird es mehrere Staffeln mit jeweils einem Heldenpaar pro Staffel geben, und den Anfang machen Sayain und Alvar. Unverwechselbares Kennzeichen dieser ersten Staffel: Sayain wird immer der Coverboy bleiben und mit seinem entzückenden Rücken für den nötigen Wiedererkennungswert sorgen. Was unter Anderem der Tatsache geschuldet ist, dass Alvars Aussehen sich in meinem Kopf als „Viggo Mortensen als Aragorn, aber mit roten Haaren“ eingebrannt hat, und so ein Bild finde mal auf Shutterstock und Co. – Fehlanzeige. Also wird Sayain der Job als knackige Rückansicht auf dem Cover bis zum Ende der ersten Staffel erhalten bleiben. „Meeresträume“ gibt es dann ab kommenden Montag, 5.2.2018, als Print und als EBook über Amazon, später ist auch noch eine Veröffentlichung als Tolino-EBook geplant.

Uaaaahhh. Habt ihr eine Ahnung, wie *aufregend* diese Selfpublishing-Sache ist? Wenn nicht, probiert es aus. Um Tanja Rasts gemeinsam mit dem ersten Meeresträumeband erscheinenden Heroen, den Feuermagier Roveon, zu zitieren: „Es wird euch gefallen.“

 

 

 

 Noch etwas ganz Tolles ist in diesem Januar passiert – ich wurde uferlos und darf mich von nun an als Mitglied des coolsten, nettesten und verrücktesten Kollektivs von Gay Romance-AutorInnen bezeichnen, das dieser Planet zu bieten hat, und darüber freue ich mich ganz besonders.
Den Uferlosen-Blog findet ihr hier, wenn ihr mal gucken wollt, wer noch alles mit von der Partie ist. Im Mai werdet ihr Tanja Rast und mich in Kiel auf der Unicon finden, wo wir die Uferlosen hoffentlich würdig (muaaahahaha, würdig? *hust*) vertreten und natürlich auch eine Auswahl unserer Bücher mitbringen werden.

 

Und sonst so? Ich habe eine ultrageheime Geheimkurzgeschichte in Arbeit, die ich hoffentlich bald beenden kann, und den ersten Betadurchgang vom Winterkater zurückbekommen, um den ich mich langsam mal kümmern sollte, da er bereits vom Machandel Verlag erwartet wird. Und natürlich schreibe ich brav weiter am zweiten Band der Meeresträume-Reihe, der unter dem Titel „Fisch in der Falle“ sehr wahrscheinlich noch vor der Unicon erscheinen soll – wenn nicht dann, dann auf jeden Fall kurz danach.

Und weil das ja alles noch nicht genug ist, bin ich auch noch unter die Art Journal-Nutzer gegangen und habe damit begonnen, ein unschuldiges Blano-Notizbuch mit farblichen Ergüssen in Aquarell, Fineliner, Ölkreiden und  Wachsstiften zu füllen. Dazu dann in einem eigenen Eintrag bald mehr!

Das Bulletjournal: meine externe Festplatte

Inspiriert von Sabrina Zelezny, die vor einiger Zeit auch schon mal zum Thema Bullet Journal gebloggt hat (und wir beide aus zumindest einem gemeinsamen Grund das Bullet Journal nutzen), möchte ich heute meine Version dieses praktischen kleinen Erinnermichs vorstellen. Ich nutze es privat, für meinen Schreibkram, im Job, und gehe nicht mehr ohne dieses Buch aus dem Haus.

Meine Variante ist kein klassisches Bulletjournal mit von Tag zu Tag neu gestalteten Tages-oder Wochenübersichten. Ich bin ein fürchterlich unorganisiertes Flusenhirn und brauche Struktur, von Anfang an. Also habe ich mir Mitte des vorletzten und auch des letzten Jahres ein Notizbuch geschnappt und ihm ein Kalendarium verpasst. Eine Jahresübersicht, dann für jeden Monat eine Monatsübersicht mit zwei Spalten für Job und Privates/Selbständiges und eine Übersicht für jede Woche. Zwischen den einzelnen Monaten lasse ich eine oder zwei Doppelseiten Platz. Das hat sich im letzten Jahr bewährt, und da ich neben einem Flusenhirn auch noch ein Gewohnheitstier bin, mache ich es in diesem Jahr wieder so.

PLATZ ist etwas, was mir in fertig kaufbaren Kalenderbüchern immer gefehlt hat. Dafür hatten diese Kalenderbücher von allem anderen meistens zu viel, nämlich von Listen zu Dingen, die ich nie im Leben brauche. Dafür fehlte mir immer der Platz für Listen, die ich führen wollte, und Platz für Notizen. Das führte dazu, dass ich den gekauften Buchkalender irgendwann gar nicht mehr benutzte und Termine entweder auf rumfliegenden Zetteln notierte oder versuchte, sie mir zu merken. Ihr ahnt, wohin sowas führt.

 

Mein persönliches Bulletjournalkalenderdings ist anders. Ich habe zu diesem Notizbuch, das ich wirklich überall mit mir herumschleppe, ein ganz anderes Verhältnis, weil ich schon vor dem Beginn des neuen Jahres jede Seite in diesem Buch berührt, beschrieben und umgeblättert habe, während ich angefangen habe, ihm die Struktur zu geben, die ich brauche. Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnis, Kalendarium, Listen. Während ich überlegte, was ich an Listen brauche, wie ich meine Wocheneinteilung gestalte und wo ich wie viel Platz freilasse für Notizen, hatte ich das Buch in der Hand oder es lag vor mir auf dem Schreibtisch. Wir haben uns aneinander gewöhnt, dieses Buch und ich, ich sehe es an und weiß, wie der Einband sich anfühlt, wie das Papier, wie das Lesebändchen.

Das Buch ist mehr als „nur“ ein Kalender oder ein Notizbuch. Es ist nicht nur meine Gedankenstütze, mein Erinnermich und mein Hirnentfluser. Es ist ein Alltagsbegleiter und eine tägliche kleine Achtsamkeitsübung, die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, mir aber trotzdem ein wenig bei der Frage hilft, wo denn verdammt noch mal der Tag schon wieder abgeblieben ist.

Was notiere ich?
Termine. Klar. Und weil sich Termine eben manchmal schon im alten Jahr für das kommende Jahr anschleichen, habe ich zwei Jahresübersichten in meinem aktuellen Buch. 2018 und 2019. Termine kommen in die Monatsübersichten und von dort in die Wochenübersichten, wenn die Woche angebrochen ist. Oder sie landen, wenn sie erst für 2019 relevant sind, in der 2019er Jahresübersicht.

Tägliche ToDo-Listen. Jeder Tag hat seine eigene kleine To-Do-Liste, die kann aus nur einem einzigen Punkt bestehen (Post wegbringen!) oder vielen – je nach dem, was gerade so anliegt. Was geschafft wurde, wird abends abgehakt oder auf den nächsten Tag geschoben. Da trennt sich automatisch wichtiges von dringendem und weniger wichtiges von total unwichtigem.

Zitate. In meinem BuJo gibt es zwei Doppelseiten unter der Überschrift „Wortbegegnungen“. Manchmal stolpert man unterwegs über einen coolen Spruch, ein berührendes Zitat, eine Weisheit, bei dem man stutzt und dann „Ja! Genau!“ sagt. Vielleicht möchte ich diese Zitate irgendwann einmal wiederfinden oder sie besonderen Menschen schenken. Erst mal wandern sie ins BuJo, damit ich sie nicht vergesse.

Zentangle. Ich lasse mir Seiten zum tanglen frei. BuJo und Stifte habe ich immer bei mir, also kann gar keine Langeweile aufkommen, wenn ich mal irgendwo warten muss.

Ideen. Auf meinen „Kreative Ecke“-Seiten ist Platz für alle möglichen und unmöglichen Ideen für neue Schreibprojekte und Zeugs, über das ich vielleicht mal bloggen könnte.

Geschenklisten und Wunschlisten für andere und für mich. Kennt ihr das? Ohhhhgottogott, XY hat ja nächste Woche Geburtstag, was soll ich ihm bloß schenken? Vielleicht hat XY irgendwann bei einem Treffen ja mal dieses oder jenes Buch, einen bestimmten Film, ein Spiel, einen Gegenstand erwähnt, irgendwas, was er gern mal haben möchte? Im BuJo notiert bleiben die Wünsche gesammelt und ich kann schnell nachgucken, ob ich mir für XY nicht doch schon mal was aufgeschrieben habe. Und wenn mich jemand fragt, was ich mir wünsche (außer nicht dickmachender Schokolade), kann ich auch eben fix nachsehen.

Und noch etwas gibt es in meinem BuJo: diverse „Tracker“, in denen ich mir Dinge notiere, die ich über das Jahr angehen möchte.

Gewichts-Tracker: spricht für sich. Ich gehe mehrmals im Monat auf die Waage und notiere das peinliche Ergebnis, in der Hoffnung, dass es irgendwann mal nicht mehr ganz so peinlich ist.

Ausmist-Tracker: ja, genau. Ich entrümple meinen Krempel und möchte am Jahresende sehen, was ich alles geschafft habe. Schwarz auf weiß.

Dankbarkeits-Tracker: Dinge, für die ich besonders dankbar bin, notiere ich mir in meinem BuJo. Es ist erstaunlich, wie sehr es hilft, über Dinge nachzudenken, für die ich dankbar bin, wenn ich mal wieder im „ist ja doch alles Mist“-Modus durch die Gegend schleiche.

Bücher/Lese-Tracker: Alles, was ich so lese im Laufe des Jahres, landet dort.

Schreib-und Veröffentlichungs-Tracker: an was ich so arbeite, was ich in diesem Jahr auf den Markt werfe oder an den Verlag bringe – das alles notiere ich mir, um mich am Jahresende darüber zu freuen, was ich alles geschafft habe.

Im letzten Jahr habe ich versucht, einen monatlichen Habit-Tracker zu führen, um mir zu notieren, wie oft im Monat ich es schaffe, Sport zu machen, mich gesund zu ernähren, mein Blog und meine Facebookseiten zu pflegen und noch so einiges andere mehr, aber das artete mir dann doch schnell in zu viel Arbeit aus, ich vergaß es dauernd und habe es Mitte des Jahres aufgegeben. Für dieses Jahr habe ich die Idee des „Year in Pixels“ übernommen. In einem Raster, in dem Monate und Tage aufgetragen sind, markiere ich jeden Tag in einer der Grundstimmung des Tages zugewiesenen Farbe. Was das wird, kann ich nach einem halben Monat noch nicht sagen. Wahrscheinlich wird es aber bunt.

Bunt ist ein gutes Stichwort. Mein BuJo ist nicht so unglaublich hübsch und elaboriert, wie es vielleicht einige von den Bildern auf Pinterest oder Instagram zum Thema BuJo-Gestaltung kennen, aber es ist bunt. Ich arbeite mit Finelinern in verschiedenen Farben, Washi-Tape, bunten Klebefähnchen und Textmarkern in Neonfarben, benutze Aufkleber und Post-Its. Das ist das Schöne am BuJo – jede/r kann es gestalten, wie es ihm oder ihr gefällt, von extrem minimalistisch bis extrem elaboriert.

Für mich hat sich das System bewährt. Auch wenn ich immer noch zusätzlich Onlinekalender führe, um meine Termine mit denen des Gatten oder der Arbeitsgruppe abzugleichen. Aber einen Vorteil hat die Notizbuchvariante doch: sie funktioniert immer. Auch bei Naturkatastrophen, leerem Handyakku und Stromausfall.

2018 – Jahresplanung

*trommelwirbel* Ja, es gibt ihn, einen Masterplan für 2018 (*guckt den Plan an und denkt sich: ja, bin ich denn vollkommen bescheuert?*)!  Und da steht einiges ins Haus. Unter anderem endlich der Start ins Selfpublishing, denn ich bekomme die Rechte an der ersten gay romance, die ich je geschrieben habe, wieder zurück: „Im Fischernetz“ gehört dann wieder komplett mir, und ich werde diese niedliche kleine Novelle ein wenig ausbauen, komplett überarbeiten und im neuen Gewand und um einige Szenen reicher im Selbstverlag wieder auf die Menschheit loslassen – und es wird weitere Geschichten um den mysteriösen Sayain und den rothaarigen Ex-Sklaven Alvar geben! Und wenn nichts Großartiges wie eine Zombieapokalypse oder der Weltuntergang oder die Tatsache, dass im Haus dieser Autorin der Ostfriesentee ausgeht (Katastrophe!), sieht es im Autorinnen-und Katzenhaushalt nach folgender Jahresplanung aus (Änderungen vorbehalten. Wie meine Mama immer sagt: „Und sie machte einen Plan; und es wurde nichts daraus!“):

 Quartal 1:
Überarbeitung von „Fisch im Netz“ (ehemals Im Fischernetz) als Auftakt einer Minireihe und Neuveröffentlichung im SP
Liebesflammen (gay romance-Novellenreihe) plotten und schreiben
Plotten eines Sequels für die „Flammende Rose“ (diverse Ideen für einen möglichen Plot stehen bereits Schlange, bisher war aber keine davon bereit, sich festnageln zu lassen)
eine Kurzgeschichte plotten und schreiben (Auftragsarbeit, was Regionales mit Fantasy und Katzen), sowie Plotten und Schreiben weiterer Kurzromane in der Welt von „Fisch im Netz“

Quartal 2:
Fisch 2 und eventuell Liebesflammen 2 veröffentlichen, Fisch 3 plotten und schreiben
Liebesflammen weiterschreiben, so wie’s gerade passt
Arbeit am Rosensequel
Arbeit an irgendwas mit Katzen

 Quartal 3:
Fisch 3 veröffentlichen
Liebesflammen weiter bearbeiten
Rosensequel fertigstellen und einreichen
Arbeit an irgendwas mit Katzen

 Quartal 4: 
einen Liebesflammenband veröffentlichen
NaNo plotten und schreiben (irgendwas mit Katzen)
Liebesflammen 5 anfangen für die VÖ in Quartal 1 2019

 

Das Sequel wird keine direkte Fortsetzung der Flammenden Rose sein. Es wird ein Wiedersehen mit dem Reich Traverra, seinem unmöglichen Fürsten und bekannten Heldennasen geben, die Hauptrolle wird jedoch ein anderes Heldenpaar spielen. Eine Reihe von gay romance-Traverra-Romanen ist angedacht, die Bücher werden aber außer dem gemeinsamen Schauplatz und eventuellen Gastauftritten bereits bekannter Figuren keinen Zusammenhang haben und werden alle unabhängig voneinander lesbar sein.

Irgendwas mit Katzen kann im Moment noch alles bedeuten: Streunerkatzen in bekannten Städten ebenso wie ihre wilden Verwandten in Bergen, Steppe und Wüste. Vielleicht gibt es Geparden in der Savanne oder Pumas im Yellowstonepark, vielleicht auch Luchse in Norwegen oder Löwen am Sambesi. Wer weiß?

Dazu noch ein paar gute Vorsätze, das neue Jahr kann durchstarten:

  • mehr Zeit zum lesen und schreiben nehmen
  • weniger Zeit verplempern mit ziellosem Rumsurfen und Daddelspielchen (gibt nur Rückenschmerzen)
  • mehr Achtsamkeit
  • mehr „self care“
  • weniger schlechtes Gewissen und Schuldgefühle
  • und wie immer, weil das ja im Grunde fast jede/r will: endlich mal das Zielgewicht erreichen 🙂

 

 

Jahresrückblick

2017 ist so gut wie durch, 2018 kratzt schon ungeduldig an der Tür – Zeit für einen kleinen Rückblick. Es ist einiges passiert in 2017, Schönes und weniger Schönes, vieles vom Schönen hat mit Musik oder Schreiben zu tun. Ich habe viel gelesen, weniger geschrieben, als ich wollte, dafür mehr überarbeitet, als geplant war und statt einem sogar zwei Bücher veröffentlicht. Ich habe viel gelernt in diesem vergangenen Jahr – über das Schreiben, über mich, über das Leben an sich, über jede Art von Ausmisten, über Beziehungen, über Dinge und Menschen, die mir guttun (oder eben nicht) und über Enden und Anfänge. Ich habe eine alte Schulfreundin wiedergefunden (vielmehr hat sie mich wiedergefunden), und ich bin immer noch völlig baff, dass die Frau, mit der zusammen ich die ersten zögerlichen Schritte Richtung „kreatives Schreiben“ unternommen habe, inzwischen eine erfolgreiche Selfpublisherin ist, die mich über meine „Flammende Rose“ aufgestöbert hat. Menschen fragen mich, was an mir auf einmal so anders ist. Und ich antworte: ich. Ich bin anders geworden. Ein Jahr älter, ein paar Kilo leichter, aber mein Selbstbewusstsein, das hat zugenommen. Dank einiger wirklich treuer und guter Freunde, dank meiner Familie und meiner tollen Kolleginnen und Kollegen. Ich bin achtsamer geworden – nicht nur meinen Mitmenschen und meiner Umwelt gegenüber, sondern auch gegenüber mir selbst. Der Weg dahin war nicht immer einfach. Aber wann ist zu lernen und sich zu entwickeln schon einfach?
Ich wünsche mir das für 2018 – weiter zu lernen, mich weiter zu entwickeln und weiter daran zu arbeiten, keine Angst mehr vor Neuem zu haben. Denn jedem Anfang, das wusste schon Hermann Hesse, wohnt ein Zauber inne.

Noch ein paar Details?

Veröffentlichungen. 2018 haben zwei meiner Herzensprojekte ihren Weg gemacht und sind in zwei wunderbaren Kleinverlagen mit wunderbaren VerlegerInnen erschienen, mit denen die Zusammenarbeit ebenso harmonisch wie lehrreiche für mich war. Roms Katzen erschien im Verlag ohneohren, und Das Geheimnis der Flammenden Rose im Traumtänzer-Verlag.

 

Schreiben: Geschrieben habe ich nicht so viel, wie ich wollte, denn es kam einiges an Überarbeitungsarbeit, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Das Lektorat für „Roms Katzen“ war ein Spaziergang, das für die „Flammende Rose“ ein Triathlon unter erschwerten Bedingungen: Laufen in der Wüste, Radfahren durchweg bergauf und Schwimmen im Wildwasser. Heraus kam ein wirklich brauchbarer Roman, und ich fühlte mich kurzzeitig wie die Iron Woman des Überarbeitens. Ohne Hilfe wäre ich wohl nicht weit gekommen, noch mal ein dickes Danke hier an Tanja, die mich immer wieder aus dem Jammersumpf gezogen hat.
Von einem Projekt bzw. einer Welt habe ich mich bis auf weiteres verabschiedet: von den Nithyara. Vielleicht wird es irgendwann noch einmal Nithyarageschichten geben, aber nicht zeitnah, denn in den angefangenen Nithyara-Manuskripten muss erst einmal Rasen gemäht und Unkraut gejätet werden.
Natürlich gab es auch in diesem letzten Jahr wieder einen NaNoWriMo, dessen Ergebnis es wahrscheinlich Ende dieses Jahres zwischen Buchdeckeln geben wird – mal wieder „was mit Katzen“.

Lesen. Leider viel zu wenig, oft habe ich mir einfach nicht die Zeit zum lesen genommen und stattdessen andere Dinge getan, über die ich mich im Nachhinein geärgert habe, weil mir ein Buch viel mehr gegeben hätte als stumpfes Bubbleshooter-Daddeln vor dem Computer. Der Stapel ungelesener Bücher ist kleiner geworden, abgearbeitet ist er aber noch lange nicht – wie auch, es kommen ja ständig neue Bücher dazu (sehr zum Leidwesen meines Mannes und der überquellenden Bücherregale…)! Zu den meisten Büchern findet ihr hier auf dem Blog unter Rezensionen auch kurze Kommentare, darum hier nur eine Liste meines letztjährigen Lesefutters (wild gemischt in Lesereihenfolge):

 

  • Lonna Haden: „Der Krähenwolf“
  • ETA Hoffmann: „Nussknacker und Mausekönig“
  • Katharina Seck: „Die silberne Königin“
  • Helen B. Kraft: „Der Duft des Sturms“ (Erbe der Sieben Wüsten 3)
  • Alana Falk: „Das Herz der Quelle“ (Sternensturm 1)
  • Leann Porter: „Die Fährte der Wandler“
  • Kai Meyer: „Die Krone der Sterne“
  • Markus Heitz: Wedora“
  • Jessica Hartmann: „Adam und Sal“
  • Tanja Rast: „Runenschicksal“
  • Helen B. Kraft: „Gefährliche Lügen“ (Erbe der Sieben Wüsten 4)
  • Tanja Rast: „Klosterschatz“
  • Ju Honisch: „Seelenspalter“
  • Andreas Wilhelm: „Projekt Babylon“
  • M. S. Kelts: „Allicanto – Goldvogel“
  • Tanja Rast: „Feuerzauber“
  • Tanja Rast: „Magiefunken 1“
  • Joy Smith Aiken: „Solos Reise“ (zum xten Mal… ich liebe es einfach
  • Otfried Preußler: „Krabat“ (wie jedes Jahr, das Adventszeitbuch)
  • Deborah Feldman: „Unorthodox“
  • Valerie Colberg: „Talvars Schuld“

Pläne für 2018? Aber hallo! Für dieses Jahr plane ich, mich endlich als Selfpublisher zu versuchen,  und  ich starte mit einem „oldie but goldie“. Zum Jahresende habe ich nämlich die Rechte an meinen gay romance/fantasy-Kurzroman „Im Fischernetz“ zurückbekommen und werde dieses alte Schätzchen auf Hochglanz poliert mit ein paar neuen Szenen, neuem Cover und komplett überarbeitet herausbringen, sobald ich mit der Poliererei fertig bin.  Unter dem Titel „Fisch im Netz“ wird das alte „Fischernetz“ Auftakt einer Reihe von gay fantasy-Kurzromanen werden, die alle eines gemeinsam haben: Sie spielen im oder am Meer oder das Meer spielt eine wichtige Rolle. Staffel 1 wird sich komplett um die Helden aus dem „Fischernetz“ drehen. Darum auch der Reihentitel „Meeresträume“.
Parallel arbeite ich an einer Reihe von noch zu schreibenden gay romance-Fantasy-Novellen unter dem Reihentitel „Liebesflammen“, die ebenfalls immer dann erscheinen werden, wenn ein Band fertig ist. Diverse Settings und Helden stehen bereit, die Plotbunnies wurden bereits im vergangenen Jahr eingefangen und harren nun ihrer Bearbeitung. Mit etwas Glück schlüpft der erste Band passend zu Ostern aus seinem Ei.
Natürlich wird es auch 2018 getreu dem Motto „Gay fantasy und irgendwas mit Katzen“ auch wieder irgendwas mit Katzen geben, allerspätestens im November, den vergangene NaNoWrimos haben mir gezeigt, dass NaNo und Katzen für mich einfach die perfekte Kombination sind.

Und natürlich will ich auch wieder lesen, lesen, lesen, so oft und so viel nur geht, denn schreiben lernt der Mensch nicht nur durchs immer wieder versuchen, immer wieder schreiben, sondern auch und vielleicht sogar in erster Linie durch das Lesen.

Also… da isser, der SuB, wilder Mix aus allem Möglichen, mit Tee und Lesezeichen:

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben
Paul Gallico: Jennie, meine Freundin
Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Helen B. Kraft: Geheimnisse der Macht (Erbe der Sieben Wüsten V)
Jörg Magenau: Schmidt-Lenz
Ken Follett: Kinder der Freiheit  (*hader*… so ein dicker Wälzer…)
Cormac McCarthy: All die schönen Pferde
Peter Ustinov: Die Gabe des Lachens
Harold G. Moore und Joe Galloway: We were soldiers once… and young (der Tatsachenbericht, auf dem der Film „Wir waren Helden“ basiert)
Guy Gavriel Kay: The Summer Tree
Neill Gaiman: Niemalsland
Dazu noch vier EBooks: Lily Oliver: Träume, die ich uns stehle; Tanja Rast: Ein Ritter für Beriz und Katharina Seck: Die Stille zwischen Himmel und Meer (aka „Edda“) und Tochter des dunklen Waldes.

Kater. Kater? Natürlich. Kein Neujahr ohne Kater (und ja, ich meine den mit dem Fell, wenn auch der Silvesterkater noch leise miauend seine Pfotenabdrücke hinten in meinem Schädel hinterlässt). Auch Kater wird dieses Jahr hin und wieder zu Wort kommen, klein, stark, schwarz, und wie immer ein bisschen weise, ein bisschen philosophisch und mit all seiner den Katzen eigenen schnurrigen Ruhe und Achtsamkeit. Vielleicht besucht ihr den Kater und mich ja hin und wieder. Wir wünschen euch ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr. Mögen euch nie die Ideen ausgehen und nie der neugierige Blick über den Tellerrand.

 

Eure AutorinMitKatze
Tina

Und aus!

Und aus! Ende! Fertig! Das war er, der November, und das war er, der NaNoWriMo.

Noch nie war ich nach einem NaNo so glücklich, denn diesen habe ich gleich in dreifacher Hinsicht gewonnen: ich war den ganzen Monat durchweg in den grünen Zahlen, habe schon vor dem 30.11. die magischen 50.000 überschritten und dann auch noch in einem kleinen euphorischen Höhenflug die Geschichte beendet. Das war nicht mein erster gewonnener NaNo, aber der erste, der tatsächlich mit dem schönen Wörtchen „Ende“ unter dem Manuskript ausklingt. Und es wird wieder ein NaNo-Roman sein, der es irgendwann im kommenden Jahr mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zwischen Buchdeckel schafft, denn er wurde für ein ultrageheimes Geheimprojekt eines gewissen machandeligen Kleinverlags geschrieben, und so wie’s aussieht, soll dieses ultrageheime Geheimprojekt dann auch im kommenden Jahr starten. Winterkater Ymir und seine abenteuerlustigen Katzenkollegen haben sich auf jeden Fall schon bei einigen SchnipselleserInnen in die Herzen geschnurrt, was mich natürlich sehr freut.

Dazu hat mich mein Winterkater einiges über den NaNo und das Schreiben an sich gelehrt. Vieles davon ist vielleicht ein alter Hut, aber für mich waren es einige Lichter, die mir während der Arbeit an diesem schnurrigen Roman aufgegangen sind:

 

  • ja, ich will auf jeden Fall wieder einen NaNo schreiben
  • Ja, ich werde auf jeden Fall wieder vorher ausgiebig plotten, denn nichts ist nerviger, als aus dem „flow“ gerissen zu werden, nur weil ein Plotloch droht
  • Katzen und NaNo, das funktioniert wunderbar (ebenso Gay Romance und NaNo, aber das dann eben … nächstes Jahr)
  • Flow macht geradezu abartig kreativ – ich musste mich beim Schreiben diverser Plotbunniers durchs Notieren erwehren und weiß jetzt schon, was ich im kommenden Jahr alles schreiben will (und auch, was nicht)
  • NaNoWriMo funktioniert für mich nur mit klaren, einfachen, geradlinigen Plots, die sich nach guter Planung einfach „herunterschreiben“ lassen
  • Wortzahlendruck funktioniert für mich ausschließlich im November und nicht das ganze Jahr hindurch
  • Schreiben muss mir Spaß machen, sonst wird das Ergebnis langweilig und zäh
  • wenn es hakt und die Lust am schreiben schwindet, liegt es meistens an einem Plotproblem, auch wenn ich es gar nicht bewusst wahrnehme
  • mit Testlesern reden hilft

Und nun weiter im text, ran an die Überarbeitung und auf zu neuen Ufern. Die Plotmottenkiste ist gut gefüllt mit neuen Ideen für Katzengeschichten, gay romantic fantasy und mystische urban fantasy-Projekte. 2018 kann kommen, ich bin dann mal vorbereitet.

Yep, November is coming

Oder auch: Achtung, Ausnahmezustand! Wie in jedem Jahr seit 2007 wird auch in diesem November wieder fleißig geschrieben. 50.000 Wörter in 30 Tagen an einem Projekt, ein Roman in einem Monat oder auch kurz NaNoWriMo – heute um Mitternacht startet der national Novel Writing Month, und ich freu mich schon wie bekloppt auf 30 Tage schreiben, kämpfen, gegenseitiges Motivieren im Tintenzirkel-Fantasyautorenforum. Der Tintenzirkel lässt nichts aus, seine Schreiberlinge bei der Stange zu halten. Es gibt das beliebte Coverwichteln, bei dem ich von der wunderbaren Gwee dieses unheimlich tolle Bild bekam, es gibt das berühmte „Überlebenspaket“, den Soundtracktausch und jede Menge Teams und Teambattles, Zweikämpfe und Einzelkämpfe.
Aber vor allen Dingen gibt es ganz viele tolle Romanideen.

Bei mir wird es in diesem Jahr mal wieder um Katzen gehen. Nicht ganz so episch wie vor fünf Jahren, als im NaNoWriMo die Rohfassung für „Roms Katzen“ entstand. „Winterkater“ ist eine Mischung aus Legende und Märchen, angesiedelt in einer archaischen Welt, die durchaus ein urtümliches Norwegen sein könnte. Naturgeister beherrschen das Land, mächtige Schamanen sprechen mit ihnen und suchen ihren Rat, Tiere und Natur sind beseelt und voll von ihrer ganz eigenen Magie. Den Wechsel der Jahreszeiten bestimmen Ymir, der Winterkater, Asmo, der Frühlingskater, Siw, die Sommerkatze, und Gefion, die Herbstkatze. Doch was geschieht, wenn der Winterkater ebenso wie alles Leben in der Welt sehnsüchtig auf den Frühlingskater wartet, dieser aber nicht kommen will?

Als Naturgeist darf Ymir nicht selbst eingreifen – wohl aber der zottelige schwarze Katerbarde Vidar und seine pelzigen Freunde – Smilla, die sanfte, humorvolle Heilerin mit der Sehergabe und diesem ganz gewissen Gespür für Schnee, der draufgängerische rote Kämpfer Veli, der besonnene graue Tiger Jari und die kleine, schnelle Jägerin Tuula. Gemeinsam machen die Katzen sich auf den abenteuerlichen Weg in die Welt der Geister, um den Frühling zu finden, und finden dabei heraus, dass es Momente im Leben gibt, in denen die alte Weisheit tatsächlich zutrifft: Der Feind meines Feindes ist mein Verbündeter. 

Wenn ihr mir auf meinem eigenen Weg in die Geisterwelt folgen und Vidars Bardenstimme lauschen wollt, dann kommt gern mit. Ich werde in den kommenden Wochen immer mal wieder kleine Textschnipsel auf Facebook verbreiten und mich hier im Blog alle paar Tage über meine Schreibfortschritte auslassen.

Und ihr? Wagt auch ihr euch in das Abenteuer NaNoWriMo? Und wenn ja: was schreibt ihr?

Neue Veröffentlichung: Das Geheimnis der Flammenden Rose

Nach einer langen und sehr ausgiebigen Überarbeitungsphase ist es endlich seit einer Woche zu haben: „Das Geheimnis der Flammenden Rose“, aktuell noch ausschließlich als EBook, aber die Printausgabe wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Zum Inhalt: Das Bordell „Flammende Rose“ macht weit über Padanas Grenzen hinaus von sich Reden und lockt damit auch den reisenden Halbelfen Ilaro über seine Schwelle. Ilaro verfällt dem Zauber des exotischen Tänzers Nadim, doch nach einer anregenden Nacht mit dem Liebesdiener steht seine Welt Kopf. In erregenden und gleichzeitig verwirrenden Träumen ruft ihn ein zauberhaftes Wesen, das direkt der Phantasie entsprungen zu sein scheint. Nicht das einzige Geheimnis der „Flammenden Rose“, denn da gibt es noch die rote Tür, die niemand durchschreiten darf. Von Sehnsucht getrieben versucht Ilaro, alle Rätsel zu lösen und den wundervollen Mann seiner Träume aufzuspüren – nicht ahnend, auf welches Spiel er sich einlässt …

Ich möchte euch heute hier die Geschichte dieses Buches erzählen, die im Jahr 2011 mit einer ersten Fassung begann. Die lag dann einige Zeit in der Ecke, wurde wieder vorgekramt und für gar nicht mal so gut erachtet wieder weggepackt. Dann kam der November 2013 und damit der NaNoWriMo, und ich packte den Stoff noch mal an, um ihn komplett neu aufzurollen. Geblieben sind die Figuren und das Setting, allerdings nahm die Geschichte einen ganz anderen Lauf als zuvor.

Nach dem NaNo kam, was immer kommt: das Fertigschreiben eines im November nur zu zwei Dritteln beendeten Romans, mit langen Pausen dazwischen (real life interferes…) und dem dadurch notwendigen immer-wieder-von-vorn-lesen. Da ich dazu oft keine Lust hatte war ich dabei dementsprechend schlampig, was zu einigen nicht so ganz logischen Abläufen innerhalb der Handlung führte. Unbemerkt führten diese ein beschauliches Leben in dem in der Schublade mit der Aufschrift „beendet“ gelandeten Manuskript, und ich begab mich langsam und gemütlich auf Verlagssuche, zog auch Selfpublishing in Erwägung.

Als ein kleines Wunder geschah und Lysander Schretzlmeier mit seinem Traumtänzer-Verlag das geradezu perfekte Zuhause für einen fantastischen Gay Romance-Roman eröffnete, zögerte ich nicht lange und bewarf das neugegründete Verlagshaus mit einer Bewerbung samt Leseprobe. Als die tatsächlich auf Anerkennung stieß und das gesamte Manuskript angefordert wurde, war es Zeit für den ersten freudigen Indianertanz im Wohnzimmer.

Es kam dann, was kommen musste: das Lektorat, und die Indianertanzstimmung wandelte sich in leise Panik. Gedanklich rannte ich mit den Armen fuchtelnd im Kreis, während meine Gedanken in Endlosschleife den Satz „Ohgottogott, wie soll ich denn das alles wieder entknoten?“ formten. Ich hatte mich an einigen Stellen nämlich hoffnungslos verrannt, und jetzt hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, all diese Logiklöcher und Plotlücken so zu stopfen, dass am Ende meine Geschichte immer noch meine Geschichte war, aber dennoch etwas dabei herauskam, was für die Leser spannend und nachvollziehbar war. Nach Möglichkeit sollten sie bitte auch noch die Hauptfiguren mögen. So viele Wünsche auf einmal. Kurz, ich fühlte mich überfordert und kreischte um Hilfe. Erhört wurde mein Flehen von der wunderbaren Tanja Rast, mit der ich schon oft zusammengearbeitet hatte. Gemeinsam entknoteten wir die Plots, Tanja hörte sich geduldig meine Verzweiflungsjammereien (Ich geb auf! das wird nie was! Verdammte Axt! Wahhhh!) und Figurenprobleme (ich würde das ja so machen, aber Vennian hat mir gesagt, er findet das scheiße…) an, kümmerte sich um meine Kommasetzungsprobleme und machte mir das Endkorrektorat, und am Ende konnten wir gemeinsam auf das Manuskript gucken und feststellen, dass wir aus einem ollen Stein den Diamanten rausgeschliffen hatten. Als dann noch das wunderbare Cover von Yvonne Less dazukam, konnte ich mich vor Freude wieder nicht halten – die Indianertanzstimmung war zurück, und ich konnte den Veröffentlichungstermin gar nicht mehr abwarten.

Und jetzt ist es da! Dank euch hat es sich eine Woche lang auf Platz 1 in der Kategorie „Fantasy für Homosexuelle“ gehalten und in der ersten Woche schon viermal fünf Sterne abgeräumt. Dieses Buch macht mich sehr glücklich, und ich freue mich, wenn es auch euch Spaß macht und ein paar schöne Lesestunden beschert.

 

 

Die Zwielichtigen verabschieden sich

Liebe LeserInnen,

manchmal kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.

Die „Zwielichter“ waren nie als Mammutprojekt geplant. Inzwischen haben sie sich unter anderem dadurch, dass ich den Anspruch an mich hatte, euch jede Woche mit einem neuen Schnipsel zu versorgen, zu einem Riesenballon aufgebläht. Schreibenderweise habe ich mich von Sonntag zu Sonntag gehangelt, und mir ohne es zu merken eine Falle gestellt.
Heute bin ich mit Volldampf reingetreten. Ich habe mir einen dicken Plotknoten fabriziert und komme nicht wieder heraus – es sei denn, ich gönne mir eine Pause und der Geschichte die Zeit zum Wachsen, die sie braucht. Daher mache ich es kurz und schmerzlos: die Zwielichter melden sich auf unbestimmte Zeit ab.

Vielen Dank allen, die sie bis hierher begleitet haben.
Natürlich existiert in meinem Kopf das Ende der Geschichte. Ich weiß nur aktuell vor lauter Plotknoten nicht, wie ich dort hinkommen soll, ohne noch mal über hundert verschwurbelte Seiten zu produzieren. Trotzdem möchte ich euch nicht in der Luft hängen lassen. Wer wissen will, die die Geschichte der Zwielichtigen endet, dem schicke ich gern eine Zusammenfassung zu.

Und nun: Tschüß, Zwielicht, willkommen ….?
Lasst euch überraschen, wenn es demnächst in diesem Theater wieder heißt: Schnipselzeit!

Liebesflammen oder „Tina goes SP“

Selfpublishing – (Alp)Traum meiner schlaflosen Nächte. ich schleiche um dieses Thema schon seit Monaten herum wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei, habe gegrübelt, verworfen, wieder gegrübelt, mich in Panikattacken angesichts komplizierter Ausfüllvorgänge beim großen A und beim Gedanken an das leidige Thema „Ebook-Satz“ gewunden –  und jetzt endlich Pläne gefasst, bei denen mich meine Autorenfreundinnen Tanja Rast (die mich mit ihrer herrlichen Reihe „Der Magie verfallen“ überhaupt erst auf diese Wahnsinnsidee gebracht hat) und Sylvia Ludwig von Cover für Dich unterstützen werden. Ich freue mich jetzt schon auf die tollen Cover, die Sylvia zaubern wird.

Im Herbst wird ein gay fantasy-Roman aus meiner Feder im Traumtänzer-Verlag erscheinen, und im Kielwasser dieses Romans werde ich den Selfpublishing-Aufstand proben. Geplant ist eine Reihe von EBooks und Taschenbüchlein unter dem Reihentitel „Liebesflammen“ mit jeweils drei bis vier gay romance/gay fantasy-Novellen, die sich unter einem Thema zusammenfinden und alle irgendwo eine kleine Gemeinsamkeit aufweisen.

 Über den Fortschritt und die Arbeiten an diesem Projekt werde ich weiter berichten – immer, wenn ihr dieses brennende Herzchen seht, dann geht es um „Liebesflammen“. Grob über den Daumen gehe ich jetzt erst einmal vier dieser Novellenbände an und fange schon fleißig Plotkarnickel. Ich habe das Gefühl, alle bisher gefangenen Pltviecher waren hochtragend und haben umgehend geworfen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich in meiner Ideenkladde bereits zehn Teaser für Kurzgeschichten angesammelt haben.