Midbookblues

Anfänge sind toll. Am Anfang eines neuen Projektes ist alles neu, alles spannend und man rauft sich erst einmal mit seinen Figuren zusammen, lernt sie kennen, überlegt, was man ihnen alles antun kann. Ein neues Buch, eine neue Geschichte zu beginnen ist unentdecktes Land, eine Herusforderung für den kleinen Forscher in mir. Ich schreibe nicht vollkommen konzeptlos, aber immer aus dem Bauch heraus, ohne akribisches Planen. Plothilfen wie die Schneeflockenmethode sind mir ein Graus. Viel zu viel Arbeit vor dem eigentlichen Schreiben, das kann ich nicht brauchen, wenn ich einfach nur schreiben will. Mit Kopfsprung in die neue Welt. Jippieh.
Schlüsse sind toll, wenn auch immer mit einem Hauch von Melancholie verbunden. Eine Geschichte ist zuende, für den einen geht es gut aus, für den anderen nicht, wieder einer ist sich nicht so ganz sicher, ob er denn nun ein happy ending bekommen hat oder nicht. Ein schönes Ende zu schreiben, das den Leser zufriedenstellt und nicht allzu viele Fragen offen lässt, ist etwas Schönes. Jippieh.
Mitten sind DOOF. Zumindest für mich. Ich weiß, wie eine Geschichte beginnt und wie sie enden soll, aber was um Himmels Willen passiert in der Mitte? Da bin ich gerade. Im schönsten Midbookblues. Und Ilaro und Yashar dürfen es ausbaden. Kein Jippieh.