Tanja Tast: Runenschicksal

 Tanja Rasts Wikingerroman „Runenschicksal“ ist eine kleine feine Geschichte der etwas anderen Art, und damit etwas ganz Besonderes. Welche phantastische Geschichte kommt schon mit in die Jahre gekommenen Helden daher?

Grima und Ragnvald leben gebunden an das Runenschicksal schon viele Jahre, von denen sie die meisten mit der Suche nach einander verbracht haben, haben doch Skalden beiden prophezeiht, dass sie für den jeweils anderen bestimmt sind. Und nicht nur das – haben sie sich einst gefunden, dann müssen sie eine von den Göttern gestellte Aufgabe erfüllen, für die sie von Geburt an ausersehen sind.

Als Grima endlich ihren Ragnvald findet, ist sie bereits um die Siebzig und sicherlich keine junge Hüpferin mehr, dennoch strahlt sie Humor, Kraft und innere Ruhe aus, was sie sofort sympathisch macht. Ebenso Ragnvald, der alternde Krieger, der inzwischen eher mit Worten als mit Waffen kämpft, aber immer noch genug Stärke in sich trägt, um sich Riesen, Zwergen und Elfen entgegenzustellen.

Schnell zeigt sich, dass jugendlicher Übermut und Kampfgeist tatsächlich nicht das ist, was die Götter suchen und was Ragnvald und Grima zur Erfüllung des Auftrags benötigen, den ihnen Hel und Odin zu Füßen der Weltenesche erläutern. Ein Friedenspakt zwischen Elfen und Zwergen soll geschlossen werden, auf dem neutralen Boden Midgards, mit Grima und Ragnvald als Gastgeber und Vermittler. Ihnen zur Seite stehen die Götterwölfe Freki und Garm, die sie auf ihrer Reise zu Zwergen und Elfen begleiten und die die Wächter des Friedenstreffens sind.

Doch alle diplomatischen Kniffe nützen nichts mehr, wenn Mächte von Außerhalb den keimenden Frieden zunichte zu machen drohen. Ob Grima und Ragnvald das Ruder noch herumreißen können, sollte jeder selbst lesen, denn so wie diese Geschichte erzählt werden muss, kann sie nur Tanja selbst erzählen – mit dem ihr eigenen feinen Humor und den so menschlichen, so lebendigen Figuren.

 

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