Kater der Woche

„Ich kann so nicht arbeiten.“
Wie oft haben meine vierbeinigen Kollegen und ich uns das schon anhören müssen?
Stellen Sie sich folgende Situation vor. Sie kommen nach Hause, Ihr Kind stürzt sich auf Sie mit einem Freudenschrei, und Sie haben nichts besseres zu tun, als diesen dämlichen Computer anzuschalten und sich in elektronischer Post zu vergraben, zu twittern, zu facebooken, sich in Foren herumzutreiben und zur Entspannung ein virtuelles Kartenspiel immer wieder und wieder zu spielen, auch wenn Sie wissen, dass Sie gegen den Computer nicht gewinnen können?
Nun bin ich kein Kind, sondern ein Kater, aber ein bisschen Aufmerksamkeit von meinem Personal wäre mir dann doch sehr lieb. Das Katzenklo muss geleert werden, die Futternäpfe gefüllt, und eine Spielmaus für uns werfen kann doch eigentlich nicht so schwer werden. Was ich damit sagen will, geneigte Leser des Katerblogs: wann haben Sie sich das letzte Mal hingesetzt und ein Buch gelesen? oder einfach nur in aller Ruhe aus dem Fenster geschaut und die Vögel beobachtet? Wohnen Sie mit einer Katze zusammen, dann beobachten Sie sie. Sie sagen, Ihr Alltag lässt Sie nicht mehr abschalten, der ganze Stress, dieses dauernde Erreichbar sein, das Telefon, das Mobiltelefon, der PC, die Emails… alles zu viel?
Dann lernen Sie von Ihrer Katze. Sehen Sie ihr zu, wie sie dasitzt, ganz still, bewegungslos, wie eine Statue. Atmet sie überhaupt? Und wohin geht ihr Blick? Was sieht sie, wenn sie mit halb geschlossenen Augen in die Ferne schaut und träumt? Oder meditiert? Gesellen Sie sich in Ihren Gedanken für ein Weilchen zu Ihrer Katze. Vielleicht ist das der Weg, dem Alltagsstress einen Moment lang zu entfliehen. Und wenn Sie keine Katze haben… dann schaffen Sie sich eine an! Mit der Ruhe, die unsereins ausstrahlt, vollgetankt, können Sie dann sicher auch wieder arbeiten.
Auf eine stressfreie Woche,
Ihr
Kater

One Reply to “Kater der Woche”

  1. Claudia Schwarz

    Dein Kater spricht mir aus der Seele! Einfach mal wieder die Umwelt und das Umfeld wahr nehmen, Fünfe gerade sein lassen. Das sollten wir uns vielleicht alle hinter die nicht-pelzigen Ohren schreiben!

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