Harfenzorn

Ary-MC-HarfenzornAuftakt zur Feuersänger-Trilogie

„Harfenzorn“ erzählt die Geschichte des Nithyara-Barden Silbersang, der nur mit der Magie seiner Harfe gegen eine Macht steht, die sein ganzes Volk vernichten will.

Klappentext: Ein todbringender Fluch liegt über dem Land. Durch Verrat und schwarze Magie konnten die Dunkelelfen den Clan der Hainhüter auslöschen. Nur den Barden Silbersang haben die Dunklen verschont, damit sein Bericht Angst und Schrecken zu den anderen Clans bringt.
Silbersang ist allein. Allein mit einer zerbrochenen Harfe, seinen Erinnerungen und seiner Verzweiflung.
Aber muss nicht auch eine zerbrochene Klinge durch das Schmiedefeuer gehen, um eine neue, hervorragende Waffe zu werden?

Verlag: Machandel-Verlag; Auflage: 1 (16. Oktober 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3939727997

ISBN-13: 978-3939727996

ASIN: B018EG3U6C

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Leseprobe:

„Mein Name ist Selai’adar.

Silbersang nannten sie mich, doch das Silber in meiner Stimme ist angelaufen und die Saiten meiner Harfe zerrissen, als die Kälte das Holz zum Bersten brachte.

Mein Clan ist verloren. Nur ich bin noch da, und mein treuer Schatten auf vier Pfoten. Ich weiß nicht, warum er zu mir kam, und doch ist er da, silberpelziger Gesandter der Götter. Einziger Gefährte in dieser erstarrten Welt, in der Frost mit den Zähnen knirscht und Wind wie ein verwundetes Tier heult. Mein Herz ist voller Schmerz, Enttäuschung und einem Zorn so schwarz wie die Tinte, die auf diesem Pergament gefriert. Seit dieser Nacht weiß ich, wie es sich anfühlt, nichts als Rache zu wollen. Und jemandem den Tod zu wünschen, den ich einmal geliebt habe.

Ich spüre keinen der anderen mehr in meinen Gedanken und in meiner Seele. Meine Eltern sind fort, meine Lehrmeisterin, Priester, Priesterin und Magier, unser Clanführer. Drei Dutzend Männer, Frauen und Kinder, verweht von einem Fluch, der uns mit eiskalter Faust niederschmetterte.
Ich allein blieb, um zu berichten, was sich zugetragen hat im Clan der Hainhüter, die nicht in der Lage waren, ihren Hain zu hüten. Weil ich nicht sehen wollte, dass Verrat unter uns weilte wie eine gut verborgene Made in einer Beere. Weil ich nun nicht nur den Fluch sehen und tragen soll, sondern auch die Last meiner Schuld.
Denn meine Schuld ist, was geschah. Götter. Ich war so blind.“